 Galapagos, Ecuador
Am 11. Oktober 2010 reisten wir in Peru ein.
Tage 241 - 258 23. September 2010 - 10. Oktober 2010
Mitad del Mundo - Mindo - Cotopaxi - Quilotoa - Banos - Cuenca - Vilcabamba
Es wurde Zeit endlich 'Auf Wiedersehen" zu sagen und Graham und Ibarra zu verlassen. Der erste Stop auf unserer Liste war "Mitad del Mundo" - besser bekannt als der Äquator.

Ecuador ist nach der imaginaeren Linie benannt, welche den Planeten in die noerdliche und suedliche Hemisphaere unterteilt und ein Besuch in Ecuador waere nicht komplett ohne einen Stop am Monument des Äquators - auch wenn es eine hochtouristische Veranstaltung ist...
Das Monument liegt ca. 23 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito und markiert den Ort, an dem Charles Marie de La Condamine mit einer französischen Expedition 1736 als erster Europäer die genaue Position des Äquators bestimmte.
Zentrum des Monuments ist eine große Kugel (4,5 m Durchmesser) auf einem Monolithen, um die ein Metallring verläuft. Diese soll die Erde und den Äquator symbolisieren. Das Bauwerk kann bestiegen werden und ist ca. 30 Meter hoch. Die Seiten des Monolithen zeigen in die vier Himmelsrichtungen. In Ost- und Westrichtung von dem Bauwerk verläuft eine rote Linie, die sich durch die gesamte Anlage zieht, und genau auf dem Äquator liegen soll
Ecuador ist das einzige Gebiet weltweit, in dem der Äquator an festen, natürlichen Orientierungspunkten verläuft: an den Gipfeln der Anden. Sein restlicher Verlauf geht über Wasser und durch sich ständig verändernde Regenwaldgebiete. Feste Punkte sind jedoch notwendig, um die Bahnen der Himmelskörper zu beobachten. Das Gebiet des heutigen Ecuador ist daher der einzige Ort, an dem früher eine genaue Positionsbestimmung des Äquators möglich war. Das 30 Meter hohe Monument und die um es herum gruppierten Häuschen des Ausflugsgeländes wurden zwischen 1979 und 1982 errichtet. In Zeiten von GPS hat sich herausgestellt, dass sich der wahre Äquator etwa 240m nördlich des Monuments befindet. Rein zufällig hingegen entdeckte ein Gleitschirmflieger in der Nähe der Mitad del Mundo auf dem Berg Catequilla die Überreste eines Bauwerks aus der Präinkazeit, das tatsächlich den Äquator markiert und bereits vor über 1000 Jahren errichtet wurde
Nach unserem Besuch am Mittelpunkt der Erde fuhren wir weiter nach Mindo. Nur ein Steinwurf von Quito aber trotzdem eine Welt entfernt. Mindo ist eine Gemeinde in der es mehr Hunde als Einwohner gibt und es eine wahre Herausforderung sein kann sich frei zu bewegen ohne angebellt zu werden. Mindo befindet sich in einem der regenreichsten Gebiete der Welt und Nebelwald umringt das Gebiet weitlaeufig. In den Waeldern, die die Gemeinde umringen befinden sich jede Menge Wasserfaelle und Wanderpfade. Wir entschlossen uns zu einem Besuch im "el sanctuario de las cascadas" - einer Ansammlung von Wasserfaellen. Um dorthin zu gelangen nahmen wir einen Bus, der eher ein LKW mit auf der Ladeflaeche montierten Baenken war. Am Ende der Strasse angekommen mussten wir unser Leben einer Art alten, verrosteten Kabelbahn anvertrauen, welche ueber den Canyon fuehrte. Sicher auf der anderen Seite angekommen, wanderten wir ein wenig und besuchten vier der Wasserfaelle. Alles ist ein wenig schwerer, wenn man 14 kg auf dem Ruecken hat....Wir brachen daher nach 4 Wasserfaellen ab und bestiegen erneut die Kabelbahn und "flogen" zurueck auf die andere Seite. Der lustige Bus, brachte uns zurueck ins Dorf, wo wir zurueck zu unserem "Casa Rodante" wanderten und erstmal Siesta machten. Erstaunlicherweise sprechen relativ viele Leute in Ecuador Deutsch. Auch der Besitzer des Hostels an dem wir parkten sprach fliessend, da er die Sprache auf dem Goethe Institut in Quito erlernt hatte.
Der Cotopaxi National Park stand als naechstes auf unserer Liste. Daher machten wir uns frueh am naechsten Morgen auf den Weg.

Der Cotopaxi ist mit 5.897 m der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Obwohl aktiv, ist er der am häufigsten bestiegene Berg des Landes und einer der meistbesuchten Gipfel Südamerikas. Der Cotopaxi liegt in dem nach ihm benannten Nationalpark in der gleichnamigen ecuadorianischen Provinz Cotopaxi ca. 50 km südlich von Quito. Er gehört zur „Allee der Vulkane“ in den östlichen Anden.
Als ecuadorianischer Berg ist der Chimborazo mit 6.310 m zwar höher, aber nicht mehr vulkanisch aktiv. Als weltweit höchster aktiver Vulkan gilt derzeit der 6.893 m hohe Ojos del Salado in Argentinien/Chile.
Durch seine regelmäßige, konische Form und die Eiskappe auf dem Gipfel entspricht der Cotopaxi dem Idealbild eines Stratovulkans. Der Krater hat am Gipfel einen Durchmesser von 800x550 m und ist ca. 350 m tief. Wir verbrachten die Nacht im Nationalpark direkt vor dem Vulkan. Auf einer Hoehe von 3800 war die Nacht ziemlich frisch und die Luft schon merklich duenner. Dafuer entschaedigte der unglaubliche Sternenhimmel, den man nur sieht wenn man in einer Wueste oder in den Bergen ist. Absoluter Wahnsinn. Auf Grund der Hoehe konnten wir alle nicht wirklich gut schlafen. Daher begaben wir uns ziemlich frueh am naechsten Morgen auf eine kleine Wanderung um die Lagune in der Hoffnung einige der wilden Pferde zu sehen, die hier leben. Aber alles was wir sahen, waren die "Tretminen" die von ihnen in der Nacht hinterlassen worden waren.
Unser naechstes Ziel war der Quilotoa Circuit. Dieser Kreis geht 200 km durch einsame Bergdoerfer und Vulkanlandschaft. Auf unserem Weg hinunter zum Ausgang des Nationalparks Cotopaxi merkte ich, dass unsere Bremsen schon wieder nicht so funktionierten wie sie sollten. Ihr koennt Euch warscheinlich daran erinnern, dass wir erst in Kolumbien unsere Bremskloetze und eine Bremsscheibe getauscht hatten. Offensichtlich forderten die vielen Bergstrassen und das hohe Gewicht unseres Fahrzeugs ihren Tribut. Gluecklicherweise fanden wir in Latacunga, eine halbe Stunde suedlich von Cotopaxi, eine Ford Werkstatt. Die "Profis" dort brauchten vier Stunden, drei Arbeiter und eine Menge "Wegschauen" von mir, um das Problem zu beheben.Ich hoffe, dass die Bremsen nun fuer eine Weile halten.
Auf Grund dieses ungeplanten Boxenstops verloren wir einen ganzen Tag und mussten nun, da die Nacht schon nahte schnell einen Stellplatz fuer die Nacht finden. Auf der Fahrt zur Ford Werkstatt hatte ich ein nettes Hotel / Hacienda gesehen. Wir fuhren dorthin zurueck und bekamen die Erlaubnis auf einer grossen Rasenflaeche hinter dem Hotel zu parken. Wir fanden dort einen riesigen Spielplatz und das machte alles wieder gut - zumindest fuer Marissa, die sehr viel Geduld gezeigt hatte, als es darum ging einen halben Tag in einer Autowerkstatt "abzuhaengen".
Am naechsten morgen begaben wir uns auf die 200km lange Rundtour, die 2 Tage dauern sollte. Das Fahren am ersten Tag war ziemlich einfach und die Strassen waren in gutem Zustand. Ich war froh, dass wir die Bremsen erneuert hatten, da wir staendig zwischen 1000 Meter und 3500 Meter fuhren. Ein staendiges auf und ab. Die Berglandschaft war atemberaubend und wir kamen durch einige isolierte Bergdoerfer. Ein Fahrzeug wie unseres sieht man dort nicht so oft und wir wurden ueberall mit Winken und Rufen begruesst, Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz des Cloud Forest Hostel. Der zweite Tag war fahrtechnisch etwas schwieriger, da die Strasse immer schlechter wurde bis sie im Prinzip nur noch ein schlechter, schmaler Feldweg ohne Leitplanke incl. 1000 Meter Abhang war....war Nach mehreren Stunden schafften wir es endlich nach Quilotoa.

Quilotoa ist der Name einer Caldera und des darin befindlichen Kratersees, zugleich der westlichste Vulkan in den ecuadorianischen Anden.Heute liegt der höchste Punkt auf 3.914 m Höhe, Durchmesser der Caldera ist 3 km. Der letzte Ausbruch fand möglicherweise im Jahr 1280 statt. Zu dieser Zeit ereignete sich ein gewaltiger Ausbruch dessen Lahar und pyroklastischer Strom den Pazifik erreichten. Seitdem liegt in der Caldera ein bis zu 250 m tiefer Kratersee mit durch Mineralien entstandener grüner Färbung. Am Boden des Sees befinden sich Fumarolen, an der Ostseite des Vulkans gibt es heiße Quellen. Auf dem Parkplatz trafen wir ein amerikanisches Paar, das momentan noch in Venezuela lebt. Sie erzaehlten uns ein wenig von der ueblen Situation in dort und dass sie eine neue Bleibe in Kolumbien suchen. Wir unterhielten uns noch eine Weile und machten uns dann daran, die Rundfahrt zu beenden. Wir kehrten in das Hotel zurueck, wo wir bereits vor zwei Naechten standen.
Als naechstes stand die Stadt Banos auf dem Programm.
 Kirche in Banos
Es dauerte eine Weile bis wir unseren Uebernachtungsplatz ca. 15 km ausserhalb der Stadt gefunden hatten. Aber nachdem wir am Hostel Paraiso Pequena geparkt hatten, erzaehlte uns die franzoesische Frau des schottischen Besitzers dass die Polizei im Lande streiken wuerde und dass sie den Praesidenten angegriffen haetten. Wir entschieden uns zwei Tage abzuwarten und versuchten erstmal ein gutes "Cuy"
 Cuy
Was ist "Cuy" ? Es hat jede Menge Protein, ist fettarm und hat wenig Cholesterin. Gut also fuer uns aelteren Herrschaften. Es schmeckt wie eine Mischung aus Hase und Haehnchen und in Europa nennen wir es ganz einfach Meerschweinchen.... Ich hoere den ein oder anderen Leser leise stoehnen..."wie kann man sowas nur essen". Oder "soooo was suesses ist man doch nicht"....Die Cuys hier sind Spezialzuechtungen und etwas groesser als das normale deutsche Meerschweinchen. Die Cuys koennen schonmal 2 - 3 kg auf die Waage bringen bevor sie auf den Grill geworfen werden. Die Spezialitaet findet man hauptsaechlich in Ecuador und Peru und hat seinen Ursprung bei den Inkas.
Nach 2 Tagen beruhigte sich die Lage in Ecuador und wir fuhren weiter nach Cuenca. Cuenca wurde 1527 gegruendet und ist mit 450,000 Einwohnern die drittgroesste Stadt in Ecuador. Ausserdem ist es "Panama Hat World Headquarter". Die meisten in der Welt verkauften Panama Huete kommen aus Cuenca - der Rest ist "Made in China"... Die Altstadt wurde 1999 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Cuenca gilt als das „Athen Ecuadors“. Uns gefiel Cuenca sehr gut und es war seit Mexico die erste Kolonialstadt, die wir als besuchenswert empfanden.
 Production of Panama Hats in Cuenca
Wir verbrachten zwei Naechte in Cuenca und unser Gastgeber Umberto verbrachte einen Teil seines Lebens in Boeblingen und spricht daher hervorragend Deutsch. Umberto hat ein grosses Grundstueck mit Cabanas, die er vermietet. Ausserdem erlaubt er Camper auf seinem Grundstueck. Nicht so angenehm sind die vielen Huehner und vor allem Haehne die er hat. Es waren sicherlich fuenf Stueck und der erste begann um 4 Uhr zu kraehen. Es dauerte nicht lange bis die anderen einstimmten.... .
Unser letzter Stop in Ecuador war Vilcabamba. Das Gebiet um Vilcabamba ist seit der Inkazeit besiedelt und das Tal wird von einem Berg namens "Mandango" oder dem "schlafenden Inka" ueberragt. Der Legende nach soll der schlafende Inka das Gebiet vor Naturkatastrophen bewahren.
 Der schlafende Inka
Wir bezogen auf dem Parkplatz der Hosteria Izhcayluma, welche von den beiden deutschen Bruedern Peter und Dieter geleitet wird, Stellung. Die Hosteria beitet alles was ein mueder Reisender so braucht: Heisse Duschen, Pool, Spa, Bar, ein gutes Restaurant mit deutschen Spezialitaeten und einen unglaublichen Ausblick aufs Tal. Obwohl wir unserem Zeitplan ein wenig hinterher fahren blieben wir ein bisschen laenger als geplant... An unserem letzten Tag liehen wir uns Pferde aus und gingen auf einen Ausritt durch die Umgebung. Es war sehr schoen aber "Auuutsch".... Es ist schon eine Weile her als ich das letzte Mal auf einem Pferd sass.

Bekannt ist Vilcabamba vor allem wegen seiner langlebigen Bewohner, man nennt es auch das „Tal der Hundertjährigen“. Der Grund dafür ist umstritten, Wissenschaftler führten das hohe erreichte Alter und die hohe Vitalität auf die negative Ionenladung der Luft zurück, verursacht durch die abendlichen elektrischen Stürme, auf die perfekte mineralische Ausbalanzierung des Wassers, das ganzjährig gesunde Klima, die ausgewogene Ernährung und die ständige Bewegung.
Der Begriff Vilcabamba kommt aus dem Quechua und bedeutet „Heiliges Tal“ (vilca = „heilig“, bamba = „Tal“). Die neuzeitliche Siedlung wurde am 1. September 1756 von Luis Fernando de la Vega gegründet.
Morgen werden wir Ecuador verlassen und nach Peru reisen - dem 11. Land auf unserer EAGLE EYE TOUR 2010.
Tage 236 - 239 18. - 21. September 2010
Ibarra
Wir verbrachten die letzten Tage in Ibarra um uns wieder and die Hoehe (2200 m) zu gewoehnen und um uns von den Anstrengungen des Galapagos Trips zu erholen. Unser Gastgeber Graham stellte uns einigen seiner Freunde vor und wir fuehlten uns stets sehr willkommen. Wir wurden nach Hause eingeladen und wir stellen immer wieder fest wie gastfreundlich und aufmerksam die Ecuadorianer sind. In Kuerze werden wir weiter Richtung Sueden fahren.
Tage 235 - 240 12. - 17. September 2010
Galapagos Islands und Quito
Wir waren sehr frueh am Flughafen, da unser Reisebuero uns eine E-Mail geschickt hatte, in der es darauf hinwies, dass unser urspruenglich gebuchter Flug um 8.20 Uhr ausfiel und wir stattdessen bereits um 7.40 Uhr fliegen wuerden. Nachdem wir eingecheckt hatten und ich einen Blick auf das Ticket geworfen hatte, fiel mir auf dass die Boarding Zeit 8 Uhr anzeigte. Fuer einen Flug der um 7.40 geht? Es stellte sich heraus, dass der Flug um 8.20 Uhr doch nicht ausfiel und wir massig Zeit hatten, die wir mit Kaffeetrinken verbrachten. Unser Reisefuehrer erwartete uns bereits als wir auf der Insel Baltra landeten. Wir fuhren mit einem Bus 5 minuten zum Hafen wo wir an Bord unseres Schiffes, der Yacht "Encantada" gingen.
 Yacht Encantada
Auf der "Encantada" hat es Platz fuer 12 Personen und das Schiff war ausgebucht. Unsere Mitpassagiere waren eine 4 koepfige Familie aus Australien, ein Paar aus Finnland, zwei Freunde aus der Schweiz sowie Marie und Pascal. Die Kabinen an Bord waren ziemlich eng und mit Stockbetten versehen, aber da wir Enge von unserem Camper gewoehnt sind war auch das kein Problem fuer uns. Nachdem alle an Bord waren, servierte uns die Crew einen Snack, nach dem wir schon zu unserem ersten Ausflug aufbrachen. Mit Schlauchbooten fuhren wir zur "Bahia Tortuga Negra",
Bahia Tortuga Negra war unser erster Eindruck von Galapagos und wir waren begeistert so viele verschiedene Tierarten innerhalb der ersten Stunde auf den Galapagos zu sehen. Wir sahen Pelikane, Blaufusstoelpl, Wasserschildkroeten, Leguane und vieles mehr.
 Blue footed Booby / Blaufusstoelpel
Hier ein wenig Info zu den Galapagos Inseln. Mehr zu unserem Trip findet ihr weiter unten.
Die Galapagos Inseln sind der ideale Ort um die Evolutionswechsel zu verstehen die zu neuen Lebensformen auf der Erde geführt haben. Tiere ohne Angst vor dem Menschen, wie an keinem anderen Ort der Welt zu sehen. Der Galápagos-Archipel ist vulkanischen Ursprungs. Er gehört zu Ecuador und liegt am Äquator, 1000 km westlich vom südamerikanischen Festland. Bedingt durch die geographische Isolation konnte sich im Verlauf von Jahrmillionen auf den Vulkaninseln eine besondere Flora und Fauna entwickeln. Galápagos-Riesenschildkröten, Galápagos-Seebären, Flugunfähige Kormorane, Meeresechsen, Darwinfinken und zahlreiche Pflanzen wie Scalesia-Bäume kommen nur auf Galápagos vor. Das relativ kühle und nährstoffreiche Seewasser ermöglicht auch einen ausserordentlichen Artenreichtum rund um den Archipel. Gelingt es nicht, diese Lebensräume zu erhalten, werden zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten für immer verschwinden.
Die Galápagos Inseln wurden 1535 durch den spanischen Bischof Tomás de Berlange entdeckt. Berühmt wurden sie 300 Jahre später durch Charles Darwin. Seine Evolutionstheorie beruht wesentlich auf Beobachtungen während seines fünfwöchigen Aufenthaltes auf dem Archipel.
In den Jahrhunderten nach der Entdeckung dienten die Inseln als Versteck und Ankerplätze für Piraten, Walfänger und Fischer. Diese brachten Haustiere - Ziegen, Schweine, Katzen - und Pflanzen wie Guava, Zitrus, Bambus, Chinin- und Avocadobaum mit. Ratten und Ameisen wurden eingeschleppt. Die fremden Arten vermehrten sich rasch und verursachten grosse Schäden. Sie bedrohen nach wie vor die Existenz vieler einheimischer Pflanzen und Tiere.
Im Jahre 1934 hat die ecuadorianische Regierung die ersten Gesetze erlassen, um vom Aussterben bedrohte Arten zu schützen.
1959, nachdem Expeditionen der IUCN/UNESCO die nach wie vor bedenklichen Verhältnisse dokumentiert hatten, wurde die Internationale Charles Darwin Stiftung gegründet, die auf der Insel Santa Cruz eine Forschungsstation unterhält. Zugleich erkannte die ecuadorianische Regierung den einzigartigen Wert der Inseln und bestimmte 97% der Landfläche zum Nationalpark. Die restliche Fläche darf bewirtschaftet werden. Seit 1979 stehen die Inseln auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes der Menschheit. Das Galápagos Meeresreservat, mit einer Fläche von 130'000 km2 nach dem Barrier Riff in Australien das zweitgrösste der Erde, wurde 2001 auf diese Liste gesetzt.
Seit 2007 wird das Naturerbe von der UNESCO als gefährdet eingestuft und auf der Roten Liste geführt. Damit sollen die Weltöffentlichkeit alarmiert und Unterstützung für Schutzmassnahmen generiert werden.

Galapagos zu besuchen, ist wie ein Schritt in die Vergangenheit, ein natürliches Szenenbild zu betreten, dass seit Tausenden von Jahren in der Zeit stehengeblieben ist. Als Zuschauer hat der Tourist das Privileg ein für unsere Zeit ungewöhnliches Schauspiel zu beobachten. Die zahlreichen Vulkane und die versteinerten Lavaflüsse erinnern noch an den brutalen Zusammenstoss zwischen den Elementen Wasser und Feuer, die den Ursprung der Inseln bilden. Ihre Pflanzen- und Tierwelt, einzigartige Arten die fortbestanden haben ohne den äusseren Einfluss und somit die Originalität des Archipels bilden. Die Vögel, Reptilien, Säugetiere und Pflanzen der Inseln machen daraus einen priviligierten Ort um die Phänomene des Lebens und seiner Evolution zu beobachten, die Inspiration des Wissenschaftlers Charles Darwin zur Ausarbeitung seiner Evolutionstheorie der Arten.
 Wer tut das nicht...
Die Galapagos Inseln sind eine Gruppe von 13 grösseren Inseln. Sie wurden durch verschiedene und kontinuierliche vulkanische Prozesse gebildet. Nur 7 von ihnen sind grösser als 100 km2. Sie befinden sich im Pazifischen Ozean, 90º westlich des Greenwichmeridian auf der Äquatorlinie. Die nahegelegensten Landpunkte sind Ecuador (1000 km östlich) und Costa Rica (1100 km nordöstlich).
Die Inseln liegen auf einer Gesamtmeeresfläche von 7.882 km, überwiegend durch die Insel Isabela abgedeckt, welche zwölftgrösste Insel im südlichen Pazifik ist. Nach Isabela gibt es 13 grössere Inseln, 6 kleinere und kleine Inselchen die sich in auf eine Fläche von 50.000 km2 in der Umgebung des Komplexes verteilen. Der höchste Punkt ist der Vulkan Wolf (1.707 m) der sich auf Isabela befindet.
Es gibt eine Vielzahl von Versionen wer der erste war der die Inseln entdeckt hat. 1947 fand Thor Heyerdahl Bruchstücke vorkolumbinischer Keramik was eine frühere Entdeckung der Inseln als die Entdeckung durch die westliche Gemeinschaft durch Tomás Berlanga bestätigt. Die Galapagos Inseln wurden offiziel als Abendland durch Zufall von Tomás Berlanga, Erzbischof von Panama, im Jahre 1535 entdeckt, als er Schiffbruch erlitt während er auf dem Pazifischen Ozean zwischen Panama und Peru unterwegs war. Tomás de Berlanga berichtete die Entdeckung an König Carlos V von Spanien. Dabei gab er an eine riesige Schildkröte (tortuga / Galapagos) gesehen zu haben. Daher stammt auch noch der Name der Inseln. Dies war der erste Bericht in der Geschichte der Inseln.
Der Irländer Patrick Watkins war der erste dokumentierte Einwohner der Inseln. Man sagt dass er nach einem Streit mit seinem Kapitän auf der Insel Floreana zurückgelassen und seinem Glück überlassen wurde. Der Irländer verhandelte mit den Schiffen, bot ihnen Wasser an und versorgte sie mit Lebensmitteln. Wegen seinem Schiffbruch wollte ihn keiner an Bord aufnehmen und nach 2 Jahren raubte er ein Schiff um nach Guayaquil zu gelangen. Dort wurde ihm jedoch klar dass er auf Galapagos leben müsste. Man sagt das man das letzte Mal von ihm gehört hat als er in Peru verhaftet wurde weil er ein Schiff stehlen wollte um nach Galapagos zurückzukehren.
Die ersten rechtlichen Karten wurden Ende des XVII Jahrhunderts gemacht und die Forschungen und wissenschaftlichen Untersuchungen hat man nicht vor Anfang des XVIII Jahrhunderts unternommen. 1835 kam Charles Darwin zu den Inseln wo er seine Forschungen und gültigen Beweise zur Unterstützung seiner Evolutionstheorie über die Arten festigen konnte.
Ecuador hat die Inseln im Jahre 1832 offiziel als sein Territorium erklärt. Im Jahre 1934 wurden die Galapagos Inseln als Tierheiligtum und 1959 wurden 95 % des Archipel als Nationalpark erklärt und unter Schutz gestellt. Hier begann der organisierte Tourismus. Am Anfang besuchten tausend Touristen Galapagos, jetzt sind es mehr als 50.000 jedes Jahr.
Der Archipel wurde als Natürliche Erbschaft der Menschheit im Jahre 1978 erklärt, dies wegen seiner Vielfalt an endemischen Arten. Und erst kürzlich, im Jahre 2001 wurde sein Meeresschutzgebiet ebenfalls als Erbschaft der Menschheit von der UNESCO erklärt.
Die Inseln werden als ein „lebendes Museum“ bezeichnet. Sie befinden sich in der Mitte von drei Meeresströmungen was eine grosse Vielfalt von Fischen und Wassertieren in ihren Gewässern bewirkt. Ihre ständigen geologischen und vulkanischen Veränderungen lassen an den Formationsprozess der Inseln glauben. Dies zusammen mit ihrem charakteristischen Klima haben zu neuen Arten geführt wie den Landleguan, die Galapagos Riesenschildkröte und anderen auf die wir später eingehen werden.
 Speiseraum Encantada
Wir besuchten die Inseln "Rabida", "Santiago", "Bartolome", "Genovesa" und "Santa Cruz". Keine Insel ist wie die andere. Jede hat ihre eigene Flora und Fauna. Das Beste am Besuch auf den Galapagos war die Moeglichkeit all die Tiere nahe und ohne Scheu zu sehen. Fuer Marissa waren die Seeloewen das absolute Highlight.
Es ist aeusserst schwer die Inseln und unsere Erfahrungen dort zu beschreiben. Manchmal ist es nicht moeglich Dinge in Worte zu packen. Ein Besuch auf den Galapagos ist eine einmalige Sache und wir koennen uns gluecklich schaetzen diese Gelegenheit gehabt zu haben. Bilder sagen mehr als tausend Worte - also nichts wie ab zu den Galapagos Bildern.
Am 16. September flogen wir zurueck nach Quito und die Hoehe machte uns zu schaffen. Von 0 auf 2800 Meter ist nicht einfach zu verdauen. Wir verbrachten einen weiteren Tag in Quito und fuhren dann am naechsten Tag zurueck nach Ibarra.
Tage 233 & 234 10. & 11. September 2010
Quito
Das Taxi nach Quito ging um 10 Uhr und die Fahrt dauerte rund 2 Stunden. Marie und Pascal stiegen am Haus ihrer Freund aus, waehrend wir weiter in die Stadt zu unserem Hostel fuhren.
Quito (San Francisco de Quito) ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden und ist somit noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe.
Quito besitzt eine große koloniale Altstadt mit zahlreichen bedeutenden Bauten und Denkmälern, vor allem Klöster und Kirchen im Stil des kolonialen Barock. Alt-Quito ist als erste Stadt überhaupt 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden.
Die historische Altstadt ist schoen und einladend. Der Rest der Stadt ist wie jede andere Stadt dieser Welt. Wir erwarteten dass Quito ein bisschen traditioneller ist - vielleicht wie La Paz in Bolivien oder Cuzco in Peru. Leider war dies nicht der Fall und die Stadt schaffte es nicht in unsere persoenliche TOP 3 der lateinamerikanischen Staedte.
Waehrend wir uns vor der San Francisco Kirche / Kloster aufhielten, hatte Marissa einen kleinen Unfall. Sie fiel auf ihren Mund und verletzte sich die obere Lippe. Sie blutete sehr stark und schrie aus vollem Hals, was uns die Aufmerksamkeit eines Polizisten einbrachte. Er kam zu uns uns geleitete Marissa und Nicole ins Kloster, wo man der Kleinen half.
 San Francisco Kirche
Tage 225 - 232 2. September 2010 - 9. September 2010
Ibarra und Otavalo
Am 02. September 2010 ueberquerten wir die Grenze von Kolumbien nach Ecuador. Es war unsere erste Grenze in Suedamerika und sooooo einfach. Wir hatten immer noch die 3-4 Stunden Grenzodysees in Mittelamerika im Hinterkopf und waren angenehm ueberrascht, wie einfach es doch sein kann.
Nachdem wir alle Formalitaeten erledigt hatten, fuhren wir weiter gen Sueden, zu unserem ersten Stop in Ibarra. Die Strassen in Ecuador sind in recht gutem Zustand und wir kamen schnell voran. Von anderen Reisenden hatten wir von der Gaertnerei von Graham, dem Australier, gehoert. Er erlaubt Reisenden auf seinem Grundstueck zu parken - umsonst. Die Gaertnerei ist auf einem Huegel, etwas ausserhalb der Stadt mit wunderbarem Blick ueber die Stadt und den Bergen. Als wir dort ankamen wurden wir von Marie und Pascal, Reisenden aus Quebec, begruesst. Spaeter hiess auch Graham uns willkommen.
Samstag ist Markttag in Otavalo, rund 20 km suedlich von Ibarra. Die indigenen Otavaleños sind bekannt fuer ihre gewebten Textilien. Der Markt in Otavalo soll einer der groessten und schoensten Suedamerikas sein. Nicole ist ein grosser Marktfan, daher mussten wir einfach gehen. Wir nahmen den Bus von Ibarra nach Otavalo. Der Spass kostete uns ganze USD 0,90 - nicht pro Person. Fuer alle ! Ecuador ist traditioneller und es gibt mehr indigene Leute hier als noch in Kolumbien. Es ist einfach schoen die Leute in ihrer traditionellen Kleidung zu sehen. Wir fanden etwas fuer jeden von uns. Nicole kaufte sich einen Poncho, Marissa bekam eine neue Hose und ich kaufte endlich den Panama Hut, den ich schon immer haben wollte. Panama Huete werden in Ecuador hergestellt und waehrend sie in Panama fuer $ 20 verkauft werden, erstand ich meinen fuer $ 10. Guter Deal wuerde ich sagen;-)

Zwischen Ibarra und Otavalo liegt die mysterioese Cuicocha Lagune, auch bekannt als die Lagune der Goetter oder Tsui-Cocha. Wir besuchten die Lagune um eine kleine Wanderum um den Krater zu machen.
Der abflusslose Kratersee innerhalb der Caldera enthält vier Lavadome aus Dazit, die zwei steile, bewaldete Inseln bilden. Der Zutritt zu diesen beiden Inseln namens Yerovi und Teodoro Wolf ist nicht gestattet. Der Rand der Caldera ist sehr steil und erlaubt keine Vegetation. Ein älterer Lavadom aus dem Pleistozän bildet einen Teil des östlichen Randes. Der See, der einen Durchmesser von 3km hat und maximal 200 m tief ist, ist hochgradig alkalisch und beherbergt wenig Leben.
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Langsam wurde es Zeit an das Projekt “Galapagos” zu denken. Wir wussten, dass wir auf jeden Fall die Galapagos Inseln besuchen wollten. Wir wusssten jedoch nicht wo die Suche nach einem guten Angebot starten sollte. Es gibt soviele Anbieter, die die Galapagos anbieten aber es ist schwer das richtige Boot, zur richtigen Zeit und zum richtigen Preis zu finden. Marie and Pascal planten ebenfalls einen Besuch auf den Galapagos, so schlossen wir uns zusammen und es war Pascal, der nach zwei Tagen das beste Angebot gefunden hatte. Fuenf Tage fuer $ 600 pro Person (Marissa war umsonst) . Es war ein wirklich kleines Schiff aber alles andere sah sehr gut aus, also buchten wir. Das einzige "Problem" war, dass wir bis zum Beginn der Kreuzfahrt noch einige Tage bei Graham bleiben "mussten"...Wir entschieden uns zwei Tage vor dem Flug von Quito nach Galapagos mit dem Taxi nach Quito zu fahren um uns die Stadt anzusehen. Wir buchten ein Fahrzeug, welches uns ganze $ 8 pro Person kostete - nicht schlecht fuer 150 km.
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