Copan, Honduras

 
Tage 130 - 135
25. Mai - 30. Mai 2010

Am 25. Mai ueberquerten wir die Grenze von Guatemala nach Honduras. Die Grenze bei El Florido ist sehr klein und das Prozedere was sehr einfach. Wir benoetigten nur knapp 1 Stunde. Jeder mit dem wir es zu tun hatten war sehr freundlich und professionel - entgegen  der vielen Berichte die wir gehoert hatten. Mehr zu dem Grenzuebergang findet ihr auf der “Tips & Tricks Seite.

Da uns Freunde am 19.06. in Costa Rica besuchen, haben wir nicht zu viel Zeit fuer Honduras. Wir muessen also einen Zahn zulegen.
Erster Stop war in Copan. Nicole wollte die Stadt Copan Ruinas besuchen, die ca. 3 km von der Maya Ruine Copan entfernt ist. Nicht die beste Idee, die wir hatten. Die Strassen im Ort sind sehr eng und mit Kopfsteinpflaster versehen. Wir rissen fast ein niedrig haengendes Telefonkabel ab. Die Stadt sah nett aus, aber wir fanden keinen Parkplatz wo wir unser "Monster" unterstellen konnten. Wir fuhren daher direkt weiter zu unserem Uebernachtungsplatz in der Naehe der Ruinen. Der Badepark El Jaral ist ein fuer hondurianische Standards moderner Badepark mit Rutschen und mehreren Pools - ein Paradies fuer Marissa. Wir parkten auf dem Parkplatz des Badeparks, der nachts verschlossen und von schwer bewaffneten Waechtern bewacht wird.
Am naechsten Morgen fuhren wir zu den Ruinen. Copan war unsere vierte Mayastaette auf dieser Reise und nach einer Weile sehen sie alle gleich aus. Was Copan aber von allen anderen Staetten abhebt ist das Museeum, in dem viele Originalaltare und Saeulen untergebracht sind. Ausserdem steht hier ein Nachbau eines Tempels in Originalgroesse. Der Originalempel ist unter einem neueren Tempel in Copan begraben und kann nicht besichtigt werden.   
Nach 3 Stunden an der Staette und im Museeum fuhren wir weiter nach Gracias. Gracias ist eine der wenigen Kolonialstaedte in Honduras. Leider regnete es bei unserer Ankunft so sehr, dass wir uns nur noch in unseren Camper verkrochen. Wir parkten an der Finca Bavaria. Angeblich soll die Finca einem Deutschen gehoeren, den wir aber nicht sahen. Nur das unfreundliche Personal zeigte sich. Man war erst bereit uns auf dem grossen Gelaende parken zu lassen nachdem wir klarmachten, dass wir auch Deutsche sind. Am naechsten Morgen immer noch Regen. Wir wollten Gracias dennoch etwas genauer ansehen. Nach 15 Minuten drehten wir aber um und kehrten zu unserem trockenen zu Hause zurueck.  Wir entschieden nach La Esperanza weiterzufahren, ohne die Sehenswuerdigkeiten in und um Gracias zu besuchen.  Nach La Esperanza zu kommen war ein ziemliches Abenteuer. Als erstes mussten wir die richtige Strasse auswaehlen. Es gab eine ganz ganz ueble Strasse und eine ueble Strasse. Wir fragten Leute auf der Strasse nach dem Zustand der ersten Strasse, die auch in den Strassenkarten eingezeichnet ist. Man riet uns dringend davon ab die Ansammlung von Schlamm und Steinen zu befahren und wies darauf hin, dass es eine "neue" Strasse nach La Esperanza gaebe. Diese Strasse existierte laut Strassenkarte nicht und obwohl unser Navi eine Strasse aufzeigte, fuehrte diese nicht nach La Esperanza sondern nach Dolores. Dies sagten uebrigens auch die Strassenschilder. Wir entschieden uns, diese Strasse zu versuchen und waren zuerst angenehm ueberrascht. Fast wie eine gute deutsche Autobahn.
Aber irgendwo entschieden die Bauarbeiter einfach nicht mehr weiterzubauen und die Strasse wurde schlechter und schlechter, bis sie nur noch aus einer Schlammpiste bestand. Fahren auf Seife war das Gefuehl, das wir hatten. Ich war zum ersten Mal richtig dankbar fuer meinen starken, zuschaltbaren Vierradantrieb.  Wir krochen also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 km/H voran. Quetschten uns an einem LKW vorbei, der in den Graben gerutscht war und schafften es nach 4 Stunden (fuer 32 km)  nach La Esperanza. Wir waren erschoepft und entschieden uns fuer ein Hotel, anstatt nach einem Platz zum Campen zu suchen.
Mittlerweile ging uns der Regen etwas auf die Nerven. Auch hier in La Esperanza liessen wir das Sightseeing ausfallen und fuhren weiter an den See Yojoa. Dort stellten wir uns bei der D&D Brewery unter. Das ist eine kleine amerikanische micro Brauerei mit Restaurant, Pool und einigen Huetten die man mieten kann. Wir verstellten den kleinen Parkplatz und richteten uns haeuslich ein. Ein guter Platz zum entspannen und zum Leute treffen. Viele Backpacker machen hier Halt.

pool n cafe
Garten der D&D Brewery, Honduras (www.dd-brewery.com)

Honduras ist ein schoenes Land aber kein "Muss".  Zumindest nicht in unserer Meinung. Vielleicht ist auch der Regen Schuld daran. Wir werden noch ein, zwei Tage hier sein, bevor wir nach Nicaragua weiter fahren.
 
  

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Last Website Update: May 30th 2010
Letztes Update: 30.Mai 2010

 

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