Willkommen in Mexico


Das wars - nach fast 3 Monaten in Mexico, lassen wir dieses grossartige Land hinter uns. Wir hatten eine schoene Zeit hier und lernten einige nette Leute kennen.  Mexiko feiert im September sein zweihundertjaehriges Bestehen und tut einiges um sich gut darzustellen. So verging bspw. kein Tag an dem wir nicht an Strassenbauarbeiten vorbeikamen. Mexiko baut neue Strassen als ob es kein morgen mehr gaebe. Konjunkturprogramm made in Mexiko.

Adios Mexiko, hasta luego - G'day Belize

Tage  99 - 102
23. April 2010 - 26. April 2010

San Cristobal de las Casas - Palenque - Chetumal

Wie ich schon frueher geschrieben habe, werden wir die Mayastaette  in Palenque sowie die Yucatan Halbinsel nicht besuchen, da wir dies schon bei einer frueheren Reise getan hatten.   Palenque liegt einfach auf der Strecke von San Cristobal de las Casas nach Chetumal, unserer letzten Station in Mexiko.  Unser Navi berechnete 3 Stunden Fahrt fuer die Strecke von SC nach Palenque. Offensichtlich hat es die schlechten Strassen und die mindestens 1 Million Topes nicht beruecksichtigt.  Es dauerte 5 Stunden bis wir in Palenque ankamen. Das war die bisher schlechteste Strasse auf unserer Reise.

Wenn ich mich festlegen muesste was mir an Mexiko am wenigsten gefaellt, dann muesste ich sageh: Die TOPE. tope gibt es in allen moeglichen Formen und Groessen. Manche sind aus Beton, manche aus Metall, manche sind sanft ansteigend, andere steil, manche sind markiert, andere in der selben Farbe wie die Strasse. Manchmal weissen Schilder darauf hin, manchmal nicht.  Tope werden dafuer genutzt um Autofahrer zum langsam fahren zu erziehen.  Man findet sie in Wohngebieten, an Bushaltestellen, Kreuzungen und wo immer man Autofahrer aergern moechte - was so gut wie ueberall ist. Wie unsere persoenliche Nummer 1 - in einer Baustelle auf einer aufgerissenen Fahrbahn, wo man ohnehin nicht schnell fahren kann. 

Mittlerweile weiss ich ziemlich genau wie schnell ich an sie heranfahren kann. Manchmal jedoch, wenn meine Aufmerksamkeit etwas nachlaesst, hoere ich laute Schreie von Nicole oder Marissa:  “TOPE!” - hoffentlich mit genuegend Zeit zum abbremsen. Tope koennen riesige Schaeden an Fahrwerk und Reifen verursachen.

Trotz der Tope schafften wir es nach Palenque und "genossen" die Nacht mit 40 Grad und 100% Luftfeuchte im Dschungel. Zum Glueck hatten wir Strom um unsere Klimaanlage laufen zu lassen. Am darauffolgenden Morgen ging es frueh los,  um wenigsten ein wenig der Hitze enkommen zu koennen. Bevor wir losfuhren, tappte Marissa in einen Ameisenhaufen. Das Geschrei war gross, weil eine Menge der Ameisen sich mit Bissen verteidigte.  Irgendwann schafften wir es endlich auf die Strasse - lagen doch 8 Stunden Fahrt vor uns.
Die Strassen um Palenque sind fuer Ihre Strassensperren beruechtigt. "Wegelagerer" spannen Seile oder Ketten ueber die Strasse um eine Art Wegezoll zu verlangen.  Wir hoerten von einem Paar, das sich kuerzlich erst weigerte die geforderten 200 Peso (15 Euro) zu zahlen, die verlangt wurden. Sowohl Fahrzeug als auch Fahrer benoetigten daruafhin eine Generalueberholung. Um dem ganzen zu entgehen bestand unsere Taktik darin, uns hinter einen LKW zu heften und ihm mit so wenig wie moeglich Sicherheitsabstand zu folgen. Wir schafften es ohne Zwischenfaelle nach Chetumal und fanden einen klasse Campingplatz direkt am Meer. Seit dem Beginn unserer Reise waren wir mit einem Paar aus Berlin per E-Mail im Kontakt, die mit Ihrem 16 Monate alten Sohn einer aehnlichen Route folgen wie wir. Per Zufall trafen wir die Familie auf dem Campingplatz. Leider mussten sie am folgenden Tag schon weiter fahren, da sie Besuch von der Familie erwarteten und die Besucher in Cancun am Flughafen abholen mussten. Wir hoffen Andreas, Friederike und Anton irgendwo unterwegs wieder zu treffen. In der Zwischenzeit werden wir immer mal wieder auf ihrer Webseite www.bus-travel-diaries.de  schaun wo sie stecken.

Wir brauchen etwas Urlaub vom Camperleben und werden daher erstmal 5 Tage in einem Hotel auf Ambergris Caye, Belize verbringen. Der Camper bleibt solange auf dem Campingplatz. Nach unserer Rueckkehr verbringen wir noch eine letzte Nacht in Mexiko, bevor wir endgueltig nach Belize weiterziehen.


Tage 94 - 98
18.April 2010 - 22. April 2010

San Cristobal de las Casas 

Wir fuhren weiter nach San Cristobal de las Casas, das rund 70 km oestlich von Tuxtla Gutierrez liegt. Die Fahrt dauerte rund 1.5 Stunden da es ein steiler Anstieg ( von 400 Meter auf 2100 Meter) mit einigen engen Haarnadelkurven ist. San Cristobal ist mal wieder eine Kolonialstadt aber eine die einzigartig ist. Die Lage in den Bergen von Chiapas macht sie zu etwas besonderem.

Die Stadt hieß ursprünglich nur San Cristóbal; die Ergänzung de las Casas wurde später angefügt, um an Bartolomé de Las Casas zu erinnern, einen spanischen Dominikanermönch, der als Bischof von Chiapas in der Kolonialzeit für die Rechte der indigenen Bevölkerung eintrat. Die Stadt ist weltberühmt für ihre Kolonialarchitektur und ist eines der wichtigsten touristischen Ziele in Chiapas.

Das Bergland um San Cristobal ist hauptsächlich von Nachkommen der beruehmten Mayas bewohnt. Sehenswert sind die vom Maya-Stamm der Tzotzil bewohnten Ortschaften im Norden und Nordwesten San Cristóbals wie Chamula und Zinacantan, wo noch indigene Traditionen und Lebensweisen bewahrt und gepflegt werden. Die Bewohner dieser Dörfer sprechen Spanisch häufig nur als erste Fremdsprache, wenn überhaupt.

1994 geriet San Cristóbal de las Casas kurzzeitig in den Fokus der Weltöffentlichkeit, als die Zapatisten, organisiert in der EZLN, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzen und den Folgen der Globalisierung kritisch gegenüberstehen, dort ihren Aufstand begannen. San Cristóbal wurde drei Tage von den Zapatisten besetzt, bis die mexikanische Armee diese wieder von dort verdrängte. Die Zapatisten zogen sich anschließend ins umliegende Bergland und in die Urwälder an der Grenze zu Guatemala zurück.

Flag of the EZLN.svg Subcomandante Marcos

Die Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN, deutsch: „Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung“) ist eine indigene Guerillaorganisation in Chiapas, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, die am 1. Januar 1994 mit einem bewaffneten Aufstand erstmals öffentlich in Erscheinung trat und sich seitdem mit politischen Mitteln für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos, aber auch generell gegen neoliberale Politik und für autonome Selbstverwaltung einsetzt.

Der Name ist eine Referenz an Emiliano Zapata, einen der historischen Führer der mexikanischen Revolution, in dessen Tradition sich die EZLN sieht. Daher werden sie auch Zapatistas (oder auf Deutsch „Zapatisten“) genannt

Wir waren vor 10 Jahren schon einmal in San Crisobal, waren jedoch nicht mehr sicher, ob wir damals den Sumidero Canyon besucht hatten. Daher fuhren wir einfach nochmal hin und stellten schnell fest, dass wir wohl doch schon mal da waren...

An seiner hoechsten Stelle ist der Canyon 1000 Meter hoch und das Wasser 100 Meter tief. Auf der Bootsfahrt sahen wir einige Voegel sowie Alligatoren, die Marissa besonders klasse fand. 

Die Zeit verfliegt so schnelI - besonders wenn unvorhergesehenes eintritt. Die Batterie unseres Trucks gab den Geist auf. So musste eine neue her. Ausbauen, mit dem Taxi in die Stadt eine neue kaufen, zurueck und wieder einbauen. Schon ist ein halber Tag rum. Wir hatten schon eine Weile Probleme beim starten - besonders wenn es wie hier nachts etwas kuehler ist. Ich hoffe dass die neue Batterie fuer den Rest der Reise haellt.

Unseren letzten Tag in San Cristobal  verbrachten wir in der Sadt und nahmen Sehenswuerdigkeiten und die grossartige Atmosphaere auf. Wir trafen auf ein Paar aus Australien, die mit ihrem 15 Monate alten Sohn reisen sowie unseren kalifornischen Nachbarn vom Campingplatz und unterhielten uns eine Weile bevor wir zurueck gingen um alles fuer die Weiterfahrt vorzubereiten. Als naechstes fahren wir nach Palenque und dann weiter  nach Chetumal wo wir dann nach Belize einreisen werden.


Tag 93
17 April 2010

Oaxaca - Tuxtla Guttierez

Den heutigen Tag verbrachten wir auf der Strasse. Fuer die 540 km vom Oaxaca nach Tuxtla Guttierez brauchten wir inklusive einer kurzen Mittagspause 10 Stunden.  Wir sind hierher gefahren weil es auf dem Weg nach San Cristobal de las Casas liegt und wir den Sumidero Canyon ansehen wollen.

Als wir kurz vor 18.30 an dem Hotel ankamen, das angeblich auch Stellplaetze fuer Camper hat, mussten wir feststellen, dass diese Plaetze anderweitig genutzt wurden (Geruempel). Da wir muede waren und sich Marissa schon sooo auf ihre Pizza freute, zahlten wir zaehneknirschend fuer ein Zimmer und stellten uns auf  den Parkplatz.


Tag 92
16. April 2010

Oaxaca

Wir fuhren mit dem Bus in das Zentrum von Oaxaca. Die Stadt wurde 1529 gegruendet und hat rund 300000 Einwohner.


Kirche von Santo Domingo
Kirche von Santo Domingo

Wir starteten unseren Rundgang am Zocalo und genossen die Atmoshaere an diesm Platz bevor wir weiter unsere Kreise zogen. Mittlerweile sind wir ein wenig Staedtemuede. Vor allem aber Kirchenmuede. Noch nie in unserem Leben haben wir so viele Kirchen gesehen. Die Santo Domingo Kirche machte uns aber sprachlos. Die Innengestaltung muss man gesehen haben. Aufwending mit Gold verziert (siehe Bilder).
Auf dem Mercado assen wir zu Mittag. Huhn mit der beruehmten Mole. Wir kauften auch gleich einen Vorrat zum mitnehmen. Mole ist eine Kakao-Sauce mit Nüssen, Chilis und weiteren Gewürzen. Diese Soße wird zu Schwein- und Rindfleisch oder Huhn serviert. Es gibt sie auch in weiteren Farben: Amarillo (gelb), Coloradito (rötlich), Almendrado (mit Mandeln), Verde (grün) und Colorado (rot). Ausserdem kauften wir den bekannten Kaese aus Oaxaca. Er ist es, der den Tacos den besonderen Geschmack verleiht. Gegen spaetmittag nahmen wir ein Taxi zurueck zum Campingplatz. Morgen ziehen wir weiter.

Tag 91
15. April 2010

Oaxaca (Monte Alban)

Heute ging es nach Monte Alban. Wir mussten dazu durch die Oaxaca durchfahren. Die Stadt hat eine absolut unsinnige Verkehrsfuehrung. Schwer zu durchschauen.  Um zur Ausgrabungsstaette zu gelangen bog ich links ab, wo ich nicht haette abbiegen sollen. Natuerlich fiel dies sofort einem der Verkehrspolizisten auf und er hielt mich an. Unsere erste mexikanische Polizeierfahrung... Er bat um Fahrzeugschein und Fuehrerschein. Da meine Fuehrerscheinkopie, die ich fuer diese Faelle angefertigt habe, noch nicht ganz vorzeigefaehig war, musste ich leider mein Original hergeben. Nachdem uns der Sheriff ueber unser Kapitalverbrechen aufgeklaert hatte zueckte er seinen Strafzettelblock und meinte dass er uns ein Ticket schreiben muesse und wir unsere Papiere wieder auf der Wache abholen koennten.  O D E R gleich zahlen. Sein erstes Gebot viel mit 300 Pesos etwas ueppig aus. Ich bot 100 Peso (6.50 Euro), die er ohne mit den Wimpern zu zucken in die eigene Tasche steckte. Er gab mir meine Papiere und winkte uns weiter....

Panorama von der nördlichen Platform im Juni 2009 aufgenommen
Monte Alban


Monte Albán (span. weißer Berg) war die Hauptstadt der Zapoteken und liegt 10 km entfernt von der Stadt Oaxaca im gleichnamigen Bundesstaat Oaxaca (Mexiko). Monte Albán liegt 2.000 m über dem Meeresspiegel auf einer künstlich abgeflachten Bergkuppe und war das religiöse Zentrum der Zapoteken, später der Mixteken. Seine Blütezeit liegt zwischen 300 und 900 n. Chr. Die Anfänge der Besiedlung von Monte Albán lagen nach bisherigen Erkenntnissen im 8. Jh. v. Chr. Erhalten sind umfangreiche Reste von Wohn- und Kultbauten, ein Observatorium, Grabkammern mit Skulpturen und Wandmalereien. 1987 wurde Monte Albán ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Das Zeremonialzentrum Monte Albán befindet sich auf einem ca. 200 mal 300 Meter großen, rechteckigen, künstlich angelegten Plateau, das sich ca. 400 m über dem Talboden auf 1940 m über NN erhebt. Neben dem monumentalen religiösen Zentrum wird der Ort durch mehrere hundert künstliche Terrassen und dutzende Anhäufungen von Grabhügeln entlang des gesamten Höhenzuges und seiner ihn umgebenden Flanken charakterisiert. Die archäologischen Ruinen auf den nahegelegenen Atzompa- und El Gallo-Hügeln im Norden werden ebenfalls als Teile der antiken Stadt gewertet.


Ballspielplatz

Die Bedeutung Monte Albáns, eine der ältesten Städte Mesoamerikas, beruht auf seiner Rolle als sozio-politisches und wirtschaftliches Zentrum der überragenden Zapoteken für nahezu ein Jahrtausend. Am Ende der mittleren formativen Periode gegründet (ca. 500 – 100 v. Chr.) erfuhr Monte Albán während der späten formativen Periode (ca. 100 v. Chr. – 200 n. Chr.) als Hauptstadt eines weitreichenden, expansionistischen Staates seine Blütezeit, als es das Hochland von Oaxaca beherrschte und mit anderen Regionalstaaten Mesoamerikas, wie Teotihuacán im Norden Beziehungen unterhielt. Die Stadt verlor ihre politische Bedeutung am Ende der Spätklassik (ca. 500 – 700 n. Chr.) und wurde kurz danach weitgehend aufgegeben. Wiederbesiedlung und –nutzung in kleinem Umfang früherer Strukturen und Gräber sowie rituelle Wallfahrten kennzeichnen die archäologische Geschichte des Ortes während der Kolonialzeit.

Marissa schlug sich mal wieder klasse, obwohl die Besichtigung einer uralten Staette sicherlich nicht zu ihren Highlights zaehlt.

Auf der Fahrt zurueck zum Campingplatz besorgten wir noch Gas, da unsere Gasflasche leer war. Ausserdem schauten wir beim groessten Baum der Welt vorbei.

Der Árbol del Tule ist ein etwa 2000 - 3000 Jahre altes Baumexemplar der Art Mexikanische Sumpfzypresse und steht in Santa Maria del Tule . Er ist eines der größten Lebewesen der Erde.

Nach den offiziellen Angaben der mexikanischen SEDUE (Secretaría de Desarrollo Urbano y Ecológico) hat der „Baum von Tule“ bei einer Höhe von 41,85 m ein Gewicht von 636,107 Tonnen. In Bodennähe beträgt sein Umfang stolze 46 Meter. Es wären also mindestens 30 Personen nötig, um den Stamm mit seinen Ausbuchtungen mit ausgebreiteten Armen zu umfassen. In seinem Schatten fänden 500 Menschen Platz. Als man 1996 daranging, das abgestorbene Holz herauszuschneiden, fielen davon 10 Tonnen an


Der Stamm des „Baums von Tule“.


Tag 90
14. April 2010 

Puebla - Oaxaca

Heute fuhren wir "nur".  Von  Puebla machten wir uns auf nach Oaxaca.  Dort wollen wir vor allem die Ausgrabungsstaette Monte Alban besichtigen und natuerlich auch einen kurzen Blick nach Oaxaca selbst werfen.

Bei der Ankunft auf dem Campingplatz, welcher eigentlich eine Mezcal (der Schnaps mit Wurm) herstellende Hacienda ist, stellen wir fest dass sich unsere Gepaeckbox geoeffnet hat und der Tragerucksack fuer Marissa herausgefallen ist. Natuerlich finden wir ihn nicht mehr. Besonders aergerlich ist, dass es so gut wie aussichtslos ist, so etwas in Mexico zu finden.

Tage 86 - 89
10. April 2010 - 13. April  2010 

San Miguel de Allende - Puebla

Wir sind wieder unterwegs. Nach fast einem Monat in San Miguel de Allende, setzen wir unseren Weg nach Sueden fort.

San Miguel ist wirklich einzigartig. Es aendert sich andauernd. Nicht die Stadt, natuerlich, aber ihr Erscheinungsbild. Jedesmal wenn wir durch die Strassen der Stadt gelaufen sind, war eine Tuer, ein Tor offen, das vorher noch nie offen war und offenbarte ein neues Geheimnis. Ein nettes Cafe, ein Restaurant oder Laden oder einfach nur ein schoener Innenhof. Unsere neuen schwaebischen Freunde Baerbel und Joachim trugen viel dazu dabei, dass wir uns so wohlgefuehlt haben. Ihr Insiderwissen und freundschaftliches Verhalten uns gegenueber war ein grosser Grund, dass wir doch so lange geblieben sind.

Wir fuhren von San Miguel nach Puebla, welches ebenfalls eine Kolonialstadt ist. Ja, noch eine Kolonialstadt...Puebla lag einfach auf unserem Weg nach Oaxaca. Unseren Campingplatz fanden wir ziemlich schnell. Die Anlage hat ausserdem zwei kleine Apartmentgebaeude und wirkt etwas heruntergekommen. Ausser uns befindet sich nur ein anderer Camper auf dem Platz. Ein franzoesisches Paar mit  6 !! Kindern. Die mexikanische Drogenmafia hat in den Apartments nebenan wohl eine "Niederlassung". Dass es sich um die "Narcos" handelt ist natuerlich nur eine Vermutung, aber junge Leute, die in Mercedes, Audi und anderen Luxusfahrzeugen mit Mexico Stadt Kennzeichen rumfahren und sich in "unauffaelligen" Wohnungen einmieten, lassen nicht viele andere Vermutungen zu... Uns liessen sie in Ruhe, also auch kein Problem.

Der Campingplatz war in Cholula, wo auch die Pyramide von Cholula steht, welche dem Volumen nach die größte bekannte Pyramide der Welt ist.


 Das vorhispanische Bauwerk hat ein Volumen von etwa 4,45 Mio. Kubikmetern mit einer Grundfläche von 450 x 450 m. Allerdings ist es mit der jetzigen Höhe von 66 m deutlich kleiner als die Cheops-Pyramide in Ägypten und auch 4 m niedriger als die Sonnenpyramide in Teotihuacán. Die Ausgrabungen zeigen jedoch, dass sie früher höher gewesen sein muss. Die oberste der vier Plattformen, auf der jetzt eine Kirche steht, ist sehr groß und auch die untersten Stufen liegen noch einige Meter unter dem heutigen Erdboden

 

File:CholulaPyramidPopocatepetl2.jpg
Die Pyramide von Cholula mit der Kirche der Nuestra Señora de los Remedios auf der Spitze. Im Hintergrund der Vulkan Popocatépetl 

In Cholula wurden erste Besiedlungen ab 200 v. Chr. nachgewiesen. Die Bauzeit des Monuments wird auf 500 Jahre (zwischen 200 und 700) geschätzt. Die Beschreibungstafeln (leider nur auf Spanisch) auf dem Ausgrabungsgelände geben an, dass die Pyramide alle 52 Jahre erweitert wurde. Die Zahl 52 hatte in den indianischen Kulturen eine besondere Bedeutung und lässt sich in vielen Bereichen wiederfinden. Die erste Pyramide, welche aus Lehmziegeln gebaut wurde, hatte eine Seitenlänge von 190 m und eine Höhe von ca. 34 m. Sie war genauso wie die etwa zur gleichen Zeit errichteten Pyramiden von Teotihuacán um 17 Grad in nordöstlicher Richtung ausgerichtet. Die nächsten Überbauten wurden dann im Talud-Tablero-Stil errichtet, was auf eine starke Verbindung zu den Erbauern der Teotihuacán Anlage schließen lässt, weil dieser Baustil dort dominiert.

Die Pyramide wird schon seit 1917 wissenschaftlich erforscht. Der in der Nähe gefundene 10 Tonnen schwere Hauptaltar deutet darauf hin, dass sie dem Gott Quetzalcoatl (coatl = Schlange, quetzalli = grüne Feder) gewidmet wurde. Diese mysteriöse Gottheit wurde von vielen indianischen Völkern verehrt. Von 1931 bis 1956 wurde unter Leitung von Ignacio Marquina ein begehbares Tunnelsystem angelegt. Diese 8 Kilometer langen Tunnel wurden vor allem in das Innere der Pyramide gegraben, um die verschiedenen Überbauungsschichten nachvollziehen zu können. Hierbei wurden mindestens fünf Bauphasen identifiziert, die in dem für Touristen zugänglichen Teil gut erkennbar sind. 1966 wurde damit begonnen Teile des Tempels wieder freizulegen. Heute kann man daher an der West- und Südseite die Pyramide wieder als solche begreifen. Es ist nicht abschließend geklärt, warum die Pyramide heute eher einem dicht bewucherten Berg gleicht als einem Bauwerk von menschlicher Hand. Einige Quellen berichten, dass Hernán Cortés sie zuschütten ließ und mit den Steinen einiger nahegelegenen kleineren Pyramiden die christliche Kirche „Santa Maria de los Remedios“ auf ihr errichten ließ. Die Reste der kleineren Pyramiden in der direkten Umgebung sind von der Kirche aus noch sichtbar. Andere Berichte sagen, dass bei Ankunft Cortés die Pyramide bereits nicht mehr als solche erkennbar war und er diese deshalb auch nicht zerstörte.

Puebla selbst ist relativ einfach zu erlaufen. Alles "wichtige" liegt in der Naehe des Hauptplatzes, des Zocalo.

 
Innenhof im Zentrum von Puebla

Die Bedeutung von Puebla ist besonders ersichtlich während der zweiten französischen Intervention, als am 5. Mai 1862 die mexikanischen Streitkräfte unter der Führung von General Ignacio Zaragoza (auf dem hügeligen Gelände von Loreto und Guadalupe), das französische Heer besiegten. Der 5. Mai ist aus diesem Grund ein Nationalfeiertag (Cinco de mayo), welcher auch ganz gross in New York und dem Rest der USA gefeiert wird. Da haben wir den Franzosen doch tatsaechlich mal was zu verdanken...  Die Einnahme der Stadt durch General Pofirio Diaz am 2. April 1867 war der Auftakt zum Ende der Herrschaft Maximilians.

Während des Porfiriats bewahrte die Stadt ihren Ruf und wandelte sich zu einem Zentrum der Erholung und der Bildung, aber auch zu einem wichtigen Zentrum der wirtschaftlichen Entwicklung, da hier eine blühende Textilindustrie entstand.

Zur selben Zeit verstärkte sich die Einwanderung aus Europa, wobei sich in Puebla hauptsächlich Spanier, Italiener, Deutsche Franzosen und Libanesen niederließen. Die Spanier stellen unter ihnen die größte Gruppe dar, ihr Einfluss wird in der Architektur und der Gastronomie deutlich. Sie stammen hauptsächlich von Kastilien, Aragon und Galizien, was auch oft noch an ihrer Aussprache des Spanischen zu erkennen ist.

Die Deutschen ließen sich zunächst in der Humboldt-Kolonie nieder, wobei sie Häuser im für Bayern typischen Stil errichteten. Eindrucksvollstes Bauwerk dieser Zeit ist die Lutherische Kirche. Dazu gehört die Gründung der deutschen Schule Colegio Alemán Alexander von Humboldt, die der Pflege der deutschen Sprache und Kultur diente. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie wieder eröffnet und ist heute eine internationale Begegnungsschule mit einem hohen Anteil von Schülern mexikanischer Abstammung. Das Oktoberfest Pueblas, an dem 2005 mehr als 4.000 Poblaner teilnahmen, ist wahrscheinlich das größte nach Mexiko-Stadt. Auch in der Architektur von Nuevo Necaxa zeigen sich deutliche deutsche Einflüsse. Durch die Ansiedlung des Volkswagenwerks im Norden der Stadt verstärkte sich der Zuzug von Deutschen weiter.


Deutsches Haus in Puebla

Puebla ist mit knapp 1.5 Millionen Einwohnern die viertgroesste Stadt Mexicos und nach so langer Zeit in "verschlafenen" San Miguel taten wir uns mit der Eingewoehnung etwas schwer. So zogen wir nach 2 Tagen einfach weiter nach Oaxaca.

Tage 81 - 85
5. April 2010 - 9. April 2010

San Miguel de Allende - klickt HIER` um Bilder von San Miguel zu sehen

Unsere Tage in San Miguel de Allende sind gezaehlt. Es wird Zeit weiterzuziehen.
Nicole hat vergangene Woche nochmal einen Schmuckkurs besucht und einige Teile hergestellt. Falls also jemand handgemachten Schmuck will - Bestellungen werden gerne angenommen...
Wir waren ausserdem in Xalo, einem Badepark ca. 15 km noerdlich von San Miguel. Es gab dort mehrere Pools und viele Wasserrutschen. Die Pools werden von natuerlichen, heissen Quellen gespeisst und haben eine Temperatur von 28 Grad. Wir waren ueberrascht wie sauber und gepflegt sich die gesamte Anlage praesentierte

Zwischen diesen Aktivitaeten und dem Nichtstun erledigten wir auch noch kleinere Reparaturen, Oelwechsel etc.

Wie schon geschrieben, wird es jetzt Zeit weiterzufahren. Unsere naechsten Stationen werden Puebla, Oaxaca und Chiapas sein.

Tag 80
4. April 2010


Ostern ist wirklich ein grosses Fest hier in Mexico - und ein lautes. Gestern abend gegen 22.30 begann eine Messe in der vielleicht 150 Meter entfernten Kirche. Der Lautstaerke nach, koennte es auch eine Open Air Messe auf dem Vorplatz der Kirche gewesen sein. Ich bin mir sicher, dass der Pfarrer, der volle 2 Stunden predigte, ein hervoragender Cheerleader gewesen waere. Zum Ende der Predigt lies er die Gemeinde das Word "Cristo", (deutsch: Christus) buchstabieren. Und danach rief die Gemeinde aus voller Brust 3x Cristo. Danach laeuteten zum ersten Mal seit Gruendonnerstag wieder die Kircheglocken und man hatte das Gefuehl, dass man die letzten zwei Tage nachholen wollte.  Jetzt - mittlerweile war es nach 0.30 Uhr - packte man das Feuerwerk aus. Aber nein, nicht nur normales Feuerwerk. Man schoss auch die beruehmt beruechtigten "Luftbomben" ab, die so laut und heftig waren, dass der Camper wackelte - und ich uebertreibe nicht.

Heute mittag um zwoelf ging das ganze dann in der Stadtmitte weiter. Man hatte Schnuere ueber die Strasse gespannt und 20 lebensgrosse Pappmache Puppen daran gehaengt, die Judas repraesentieren sollten. Eine nach der anderen wurde mit einem lauten Knall in die Luft gesprengt.

Klickt HIER, wenn Ihr Euch ein kurzes Video dazu ansehen wollt.

Ich bin gespannt was noch so alles auf dem Programm steht.

Tage 76 - 79
31. Maerz 2010 - 3. April 2010

San Miguel de Allende & Guanajuato - Bilder von Guanajuato seht Ihr HIER oder auf der Photo Seite

Wir sind noch immer in San Miguel. Es ist die Osterwoche und Ostern - oder Semana Santa (Heilige Woche) we es die Mexikaner nennen ist eine der wichtigsten Feiertage in Mexiko. Wir wollten die Festivitaeten miterleben und entschieden uns daher noch hierzubleiben. Ausserdem soll der Verkehr auf den Strassen zu der Zeit sehr stark zunehmen, da viele Mexikaner Urlaub haben.

Bisher schauten wir uns zwei Osterprozessionen an. Beide waren sehr beeindruckend. Die Choreographie dieser Prozessionen und deren Wichtigkeit fuer die Mexikanische Bevoelkerung hat eine unglaubliche Wirkung auf den Beobachter. Die Kirche ist einfach ein wichtiger Bestandteil des mexikanischen Lebens und man merkt das fast jede Familie in der Kirche engagiert ist.

Vor zwei tagen fuhren wir ausserdem nach Guanajuato, eine Stadt, die einen wichtigen Platz in der Mexikanischen Vergangenheit einnimmt. Die Stadt spielte eine Hauptrolle im Mexikanischen Unabhaengigkeitskrieg , da es die Hauptstadt des Bundesstaates Guanajuato ist, in dem Miguel Hidalgo die Unabhaengigkeitsbewegung startete. Die Statue von El Pipila und die Alhondiga de Granaditas erinnern an diese Zeit. 


Der Getreidespeicher Alhondiga de Granaditas   

Pipila wurde durch eine Heldentat zu Beginn des Unabhaengigkeitskrieges mit Spanien am 28. September 1810 bekannt. Die Unabhaengigkeitsbewegung begann in der nahegelegenen Stadt Dolores Hidalgo durch den Priester Miguel Hidalgo und bewegte sich schnell nach Guanajuato, wo sich die Spanier in einem Getreidespeicher verbarrikadiert hatten - zusammen mit jeder Menge Gold und Silber. Der Gertreidespeicher - bekannt als Alhondiga de Granaditas - war im Grunde eine Burg aus Stein. Die grossen Holztueren des Speichers sollten sich als "Achilles Ferse" der Festung herausstellen.


Innenhof des Speichers 

Pipila schnallte sich einen langen, flachen Stein um, um sich vor den Kugeln der Spanier zu schuetzen , nahm Teer und eine Fackel und zuendete die grosse Holztuere des Speichers an.. Die Rebellen, die den Spanier im Inneren bei weitem zahlenmaessig ueberlegen waren, stuermten ins innere und toeten alles Soldaten und spanische Zivilisten.

Guanajuato ist anders als viele der anderen Kolonialstaedte. Die Stadt konnte durch Ihre Lage in einem Tal nicht wirklich wachsen uns bewahrte sich dadurch Ihren urspruenglichen Charme  

Uwe aus Ingersheim, den wir auf der Autobahn hier in Mexico kennenlernten , kam mit seiner Familie fuer zwei Tage nach San Miguel. Wir hatten sehr viel Spass zusammen. Uwe lebt seit vielen Jahren in Fresnillo, wo er eine gutgehende Firma hat, die sich auf Edelstahlbearbeitung spezialisiert hat.

Tage 70 -75
25. Maerz 2010 - 30. Maerz 2010

San Miguel de Allende

Die Fahrt zurueck von Mexiko City war einfach und schnell. So schoen es auch in der Stadt war, so ist doch auch wieder schoen im entspannteren San Miguel zu sein.

Die letzten Tage waren gefuellt mit aktivem Nichtszun. Wir haben uns von der langsamen mexikanischen Art zu leben anstecken lassen. Das Nichtstun wurde nur von der gelegentlichen Besichtigungstour oder anderen “Kleinigkeiten” wir Marissa’s 2. Geburtstag unterbrochen.

Wir feierten Ihren Geburtstag mit vielen Geschenken von Omi & Opi, Oma & Opa und dem Rest der Familie. Es gab sogar eine echte Schwarzwaelder Kirschtorte, die wir beim oertlichen Baecker bestellt hatten.

Unser Camper wurde mit Luftballons geschmueckt und Baerbel und Joachim kamen auf Kaffee und Kuchen “herueber’

Wir rafften uns ausserdem auf, die 40 km nach Dolores Hidalgo zu fahren.

Dolores Hidalgo ist eine Stadt mit etwa 55.000 Einwohnern Die Größe dieses Ortes steht in keinerlei Verhältnis zu seiner Bedeutung: Er ist nämlich gewissermaßen die Wiege der mexikanischen Unabhängigkeit.

Am Morgen des 16. September 1810 war die kleine Kirche im Ort Schauplatz des Grito de Dolores Pater Miguel Hidalgo wandte sich in einer emotionsgeladenen Rede an das Volk und rief zum Kampf gegen die Kolonialmacht Spanien auf. Von hier aus startete der blutige Feldzug gegen die Eroberungsmacht aus Europa welchem am 28. September rund 500 Spanier sowie 2000 Indianer zum Opfer fielen.


Pater Miguel Hidalgo

Dolores Hidalgo ist heute bekannt fuer die dort hergestellte bunte Keramik, die auch gerne in den USA oder Europa Verwendung findet. Ausserdem gibt es hier sehr ausgefallene Eissorten wie Bier, Tequila, Schweineschwarte oder Chili. Ich versuchte - wie koennte es anders sein - ein Tequila Eis, welches uebrigens nicht aus echtem Tequila sonderen aus einem Kaktus gemacht ist und eben nur wie Tequila schmeckt.

Letzte Woche hat Nicole eine Klasse zur Erlernung der Schmuckherstellung belegt. Sie fertigte zwei Anhaenger und einen Ring aus Silber mit Steinen als Einlagen. Die Arbeiten sind sehr gut geworden. Wer weiss, vielleicht hat Nicole hier ihre Berufung gefunden….Sie fertigt hier Schmuck, den wir dann in Deutschland auf den Weihnachtsmaerkten verkaufen…;-)

Tage 64 - 69
20. Maerz 2010 - 24 Maerz 2010

Mexico City - fuer Fotos bitte HIER klicken oder zu der Photos Seite gehen

National Museum of Art
Kathedrale am Zocalo

Gegen 9 Uhr holte ich unseren Mietwagen bei der Mietwagenfirma ab und gegen 10.30 Uhr waren wir unterwegs. Es lief ueberraschend gut und wir erreichten Mexico City am fruehen Nachmittag. Wir fanden unser Hotel, das Sheraton Maria Isabel Hotel & Towers, auf Anhieb und parkten das Auto in der Garage des Hotels. Nicole setzte beim Einchecken ihren ganzen Charme - und ihren deutschen Reisepass - ein und so erhielten wir ein kostenloses Upgrade zu einer 60 qm Suite. Wir Deutschen sind halt doch ueberall gern gesehen - im Gegensatz zu den Amerikanern, wir der Portier erklaerte.

Am naechsten Morgen begann unser Touriprogramm. Wir fuhren mit dem “Turibus”, der einmal durch die ganze Stadt faehrt und bei dem man ein- und aussteigen kann wie man will, zunaechst zum Zocalo, dem Hauptplatz der Stadt, an dem auch die Kathedrale und andere historischen Gebaeude liegen. Spaeter fuhren wir mit diesem Bus noch durch die ganze Stadt und waren von der Sauberkeit und Schoenheit von Mexico Stadt ueberrascht.

Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt von Mexiko. Im Raum Mexiko Stadt leben rund 24 Millionen Menschen. Damit ist Mexiko-Stadt eine der größten Metropolregionen der Erde. Die Stadt ist politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Mittelpunkt sowie größter Verkehrsknotenpunkt des Landes mit zahlreichen Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Sie ist Erzbischofssitz. Das historische Zentrum und die Wassergärten im Stadtteil Xochimilco stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Teotihuacán

Wir entschieden uns fuer eine gefuehrte Tour nach Teotihuacán, da wir den Input eines Fuehrers vor 10 Jahren in Chitzen Itza und Palenque vermisst haben. Der Nachteil war, dass das ganze einen sehr touristischen Anstrich hatte. Aber ok, man kann nicht alles haben.

Bevor wir nach Teotihuacan fuhren machten wir einen Halt an der Basilika Guadelupe im Vorort Villa de Guadalupe steht auf dem Berg Tepeyac die „Basilika der Jungfrau von Guadalupe Hidalgo“ (Basilica de Nuestra Señora Guadalupe). 

Sie ist das wichtigste Heiligtum Mexikos und eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt und mit 20 Millionen jährlichen Pilgern größter Wallfahrtsort der Welt. 1531 soll dem getauften Azteken Juan Diego auf dem Berg Tepeyac die Jungfrau Maria erschienen sein. An der Stelle der Erscheinung wurde dann eine Kirche errichtet. Da der Untergrund absank, musste die Basilika für Besucher und Pilger gesperrt werden. Die neue Basilika, entworfen vom mexikanischen Architekt Pedro Ramírez Vázquez, welche 1974 geweiht und 1975 eröffnet wurde, ist von ihrer Größe und ihrer offenen Architektur sehr beeindruckend. Sie hat 10.000 Sitzplätze und kann insgesamt bis zu 40.000 Besuchern Platz bieten. Sie ist somit eine der größten Kirchen weltweit. Dies ist auch deshalb von Bedeutung, da es in Mexiko zu dieser Zeit noch verboten war, Messen unter freiem Himmel abzuhalten.

Nach ca. einer Stunde fuhren wir weiter nach Teotihuacan.

Teotihuacán, die Ruinenstadt mit den mächtigen Pyramiden, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt, war die beherrschende Kultur der „klassischen“ Periode und der eigentliche Vorgänger des Aztekenreiches. Dort wohnten circa 300.000 Menschen, deren Einfluss sich über das ganze Land und weit nach Süden bis in das Gebiet der Maya auf der Halbinsel Yucatán, ja sogar bis nach Guatemala erstreckte

Zu ihrer Glanzzeit war Teotihuacán mit etwa 75 Tempeln und 600 Werkstätten vermutlich die gewaltigste präkolumbische Ansiedlung von ganz Amerika. Um 200 v. Chr. bis zum Beginn der christlichen Zeitrechnung erhielt die Stadt ihre wichtigsten Merkmale: die gewaltige Pyramide der Sonne und die Pyramide des Mondes wurden erbaut sowie die Calzada de los Muertos (Straße der Toten) angelegt. Die Ausdehnung der Stadt umfasst 23 Quadratkilometer, wovon allein das Zeremonialzentrum vier Quadratkilometer einnimmt. Die Pyramiden sind so gigantisch, das man sie vor ihrer Freilegung für Berge hielt.

Die wuchtige „Pirámide del Sol“ (Sonnenpyramide) ist das alles überragende Wahrzeichen von Teotihuacán. Ihre Höhe von 70 Meter wurde, was die antiken Bauwerke Mexikos angeht, nur noch von Cholula übertroffen – und Cholula liegt in Trümmern. Zweieinhalb Millionen Tonnen Steine wurden für ihre Errichtung bewegt, ohne Radwagen oder Lasttiere und ohne dass Metallwerkzeuge verwendet werden konnten – beides war den alten Kulturen Mexikos unbekannt. Ihre Grundfläche reicht an die der Cheops-Pyramide heran, aber wegen ihrer terrassenförmigen Bauweise und der flacheren Seitenpartien ist sie bei weitem nicht so hoch.

Am Ende der Straße der Toten erhebt sich die „Pirámide de la Luna“ (Mondpyramide). Sie ist kleiner und wurde etwas später, jedoch noch während der Periode von Teotihuacán I., erbaut und ist damit eine der ältesten des Landes. Da sie auf einer Anhöhe steht, liegt ihre Spitze fast auf gleicher Höhe mit der der Sonnenpyramide. Die Bauweise ist ähnlich: vier schräge Stockwerke, die man über eine gewaltige Rampe betritt. Die Ruinen von Teotihuacán stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Ausserdem besuchten wir das Nationalmuseeum fuer Anthropologie.Das Museo Nacional de Antropología (MNA) ist ein Museum des Instituto Nacional de Antropología e Historia, in dem die präkolumbische Vergangenheit und die lebende indianische Kultur Mexikos ausgestellt werden. Die überbaute Fläche umfasst 44.000 m², die durch 35.700 m² Freifläche ergänzt wird.

Im Erdgeschoss und teils im Freien werden die indianischen Kulturen und Epochen Mexikos durch eine archäologische Sammlung und architektonische Beispiele dargestellt. Bekanntestes und wichtigstes Ausstellungsstück ist der Piedra del Sol.

Monolito de la Piedra del Sol.jpg?599
Der Stein der Sonne

Der Stein der Sonne oder Sonnenstein , oft irrtümlich aztekischer Kalender-Stein genannt, ist eine große monolithische Skulptur aus dem Bereich des alten Haupttempels von Tenochtitlán (Mexiko-Stadt).

Die Skulptur aus Basalt misst ungefähr 3,6 Meter im Durchmesser und ist 1,22 Meter dick. Das Gewicht beträgt 24 Tonnen. Der Stein wurde bei Planierungsarbeiten am 17. Dezember 1790 auf dem Platz südlich der Kathedrale entdeckt und auf Anordnung des Vizekönigs am Fuß des Westturms der Kathedrale angebracht. Der Stein wurde, wohl wegen seiner Position am Kirchturm, volkstümlich Reloj de Montezuma (Montezumas Uhr) genannt. Seit 1885 befindet er sich im Nationalmuseum für Anthropologie und Geschichte und nimmt in dessen Neubau im Chapultepec-Park in Mexiko die zentrale Position des Azteken-Saales ein.Im Obergeschoss befinden sich die völkerkundlichen Säle. Hier sind die gegenwärtigen indianischen Völker Mexikos mit ihren traditionellen Trachten und Beispielen ihrer Handwerks- und Baukunst ausgestellt.

In einer Aussenanlage des Museeums konnten wir die Voladores beobachten.

Der Danza del Volador oder auch Juego del Volador ist ein zeremonieller Tanz, der seit etwa 500 Jahren von den indigenen Völkern der Olmeken und Totonaken in mehreren Orten Mexiko und Guatemala zelebriert wird. Vermutlich handelte es sich ursprünglich um ein Ritual zur Fruchtbarkeit und Ertrag der Feldfrüchte oder um ein Ritual zu Ehren der Götter der Fruchtbarkeit Tlazoltéotldes und Xipe Totec

Für den Danza del Volador klettern fünf Männer einen etwa 25m hohen Pfahl, den palo volador hoch, an dessen Spitze eine an ein Storchennest erinnernde Plattform angebracht ist. Vier Männer binden sich ein Seil um, während der fünfte auf dem Pfahl Platz nimmt und eine Flöte oder Trommel spielt. Die vier Männer (Voladores) symbolisieren die vier Winde, der fünfte Mann gilt als Symbol der Sonne. Tanzend bewegen sich die vier Männer auf den Stamm zu. Sie begrüßen den Stamm und umkreisen ihn mehrmals. Dann begeben sich die vier "Winde" bei Beginn der Musik an den Seilen auf die Spitze des Stamms.

Als letzter klettert der fünfte als "Sonne" auf die Spitze. Er setzt sich gen Osten und beginnt, mit einer kleinen Trommel und einer Flöte zu spielen, während die 4 Winde sich drehend das Seil um den Unterleib wickeln. Die Sonne begrüßt nun die vier Himmelsrichtungen mit ihrem Spiel. Sie wendet sich diesen nacheinander zu und tanzt auf der Spitze. Danach lassen sich die vier Winde kopfüber langsam mit 13 Drehungen auf die Erde nieder. Die Sonne spielt während dieser Zeit die Trommel und Flöte. Nachdem die vier Winde die Erde erreicht haben, begibt sich die Sonne am Stamm oder über eines der Seile auf die Erde nieder.

Wir verbrachten rund 4 Stunden in dem Museeum, bevor wir ueber die Strasse in den Zoo gingen, der uebrigens kostenlos ist.

Tage 60 - 64
16 März - 20. März 2010

San Miguel de Allende

Wir haben unseren Camper vom Truck genommen und sind offiziell nach Mexiko gezogen. Naja, nicht wirklich, aber wir werden noch etwas Zeit hier in San Miguel de Allende verbringen. Die Stadt hat eine grossartige Atmosphä re und es tut einfach gut einmal mehr als 1 oder 2 Nä chte an einem Platz zu verbringen. Hier leben sehr viele Amerikaner, was jedoch dem Charme der Stadt keinen Abruch tut und ich glaube das ist mit ein Grund warum wir uns hier sehr wohlfuehlen. Aussedem - wie ich bereits frueher geschrieben habe, haben wir hier Baerbel und Joachim aus der Naehe von Heilbronn kennengelernt, mit denen wir uns sehr gut verstehen.

Es gibt in und um San Miguel herum sehr viel zu sehen. So haben wir die vergangen Tage damit verbracht die Gegend zu erforschen.

Zum Besipiel fuhren wir nach Mineral de Pozos, welches rund 60 km noerdlich von San Miguel de Allende liegt.

Pozos (Quellen oder Minengaenge) ist eine fast verlassene Minenstadt. Vor knapp hundert Jahren zaehlte die Stadt noch mehr als 40000 Einwohner. Der Abbau von Silber stoppte als the Revolution von 1910 begann und wurde niemals fortgesetzt. Minenarbeiter schlossen sich den unterschiedlichen Kampftruppen an, auslaendisches Kapital versiegte ( viele der Minen gehoerten Europaern oder Amerikanern), Grundwasser fuellte die Minenschaechte und Ersatzteile fuer Maschinen waren nicht mehr zu bekommen. Im spaeten 19. Jahrhundert zaehlte man hier mehr als 300 Minen.

Aktuell hat Mineral de Pozos rund 1000 Einwohner und die Stadt (und ihre Ruinen) war die Kulisse fuer viele Filmproduktionen. Im Minengebiet Sante Brigida fanden wir 3 mehr als 25 Meter hohe Schmelzoefen, die 1597 von Jesuiten gebaut wurden.

Auf dem Rueckweg von Santa Brigida verfuhren wir uns. Die ohnehin schon schlechten Strassen verwandelten sich in Pferdepfade voller Schlagloecher und das fahren wurde anstrengend. Nach einer Stunde fanden wir unseren Weg.Der Baum in La Huerta

Zusammen mit Baerbel und Joachim fuhren wir ins Dorf La Huerta. Man erreicht das Dorf ueber eine 5 km lange staubige, ehemalige Zugstrecke und einem 500 Meter langen verlassenen Tunnel, der um 1900 gebaut wurde. La Huerta ist bekannt dafuer einen der groessten Baeume Mexikos zu haben. Er ist ueber 500 Jahre alt und rund 50 Meter hoch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das erste Auto mit New Yorker Kennzeichen in dieses abgelegene Dorf fuhren.

Tag 59
15. Maerz 2010

San Miguel de Allende

Datei:San Miguel de Allende.jpg?396

Wie ich gestern schon geschrieben habe, liegt unser Campingplatz fast mitten in der Stadt und macht es einfach, diese zu erlaufen.

San Miguel de Allende zählt ca. 120.000 Einwohner und gehört zu den Pueblos Mágicos („Magischen Orten“), die wegen ihres typischen und gepflegten Charakters als besonders sehenswert ausgezeichnet werden.

1542 wurde die Stadt von einem Franziskaner-Mönchen als San Miguel El Grande gegründet. Sie war schon damals ein wichtiger Zwischenstop auf der Camino Real. 1826 wurde die Stadt in San Miguel de Allende umbenannt. Dies geschah zu Ehren des Generals Ignacio Allende, der aus San Miguel kam und im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Spanier spielte. Im Jahr 1880 hatte San Miguel de Allende 39.290 Einwohner.

Heute abend ging Nicole mit Baerbel zum African Dance. Das ist wird hier im oertlichen Fitnesstudio angeboten. Leider muss ich Euch enttaeuschen - es gibt keine Bilder davon. Haette selbst gerne gesehen wie das aussieht...African Dance in Mexico...

Tag 58

14. Maerz 2010

Weiterfahrt nach San Miguel de Allende

Heute fuhren wir knapp 240 km weiter nach San Miguel de Allende, eine der schoensten Kolonialstaedte in dieser Ecke Mexicos.

Wir erreichten den Campingplatz, der mitten in der Stadt liegt gegen 14 Uhr und brauchten nochmal fast eine halbe Stunde um in den Platz und an unseren Stellplatz zu gelangen. Die Strassen hier sind sehr eng und das Tor zum Platz schmal. Hans, der Besitzer des Platzes, zusammen mit Nicole, winkte mich durch das enge Tor. Auf dem Campingplatz wurden wir auch ziemlich schnell von Baerbel und Joachim aus Bad Friedrichshall begruesst, die mit Ihrem UNICAT MAN LKW schon ein Jahr hier stehen und seit 2006 unterwegs sind. Wir wussten von Uwe (unserer Strassenbekanntschaft aus Ingersheim) dass die beiden hier sind.  Wir hatten einen schoenen gemeinsamen Abend. Es war schoen sich mal wieder auf Deutsch unterhalten zu koennen. Marissa hat insbesondere Baerbel gleich in ihr Herz geschlossen. Die Webseite der beiden ist: www.reisestationen.de

Tag 57

13. Maerz 2010

Ausflug von Patzcuaro nach Tzintzuntzan

Datei:Mexico.Mich.Tzintzuntzan.02.jpg

Tzintzuntzan ist eine Kleinstadt und archäologische Ausgrabungsstätte in und vor allem als ehemalige Hauptstadt der Purépecha bekannt. Der Name des Ortes kommt aus dem Tarascan, der Purépecha-Sprache, nämlich von dem Wort Ts'intsuntsani, was Ort der Kolibris bedeutet.

Die Siedlung wurde gegen 1325 von den Purépecha gegründet. Nachdem zunächst in Pátzcuaro das Zentrum des Púrépecha-Reiches lag, verlagerte sich die Macht in der Mitte des 15. Jahrhunderts nach Tzintzuntzan. Das Reich wuchs weiter und hielt den Angriffen des benachbarten Aztekenreiches bis zur Ankunft der Spanier stand. Der Herrscher in dieser Stadt ergab sich den Spaniern, da er dem Schicksal der Azteken entgehen wollte, deren Hauptstadt Tenochtitlan zerstört wurde. Zu seiner Glanzzeit hatte der Ort 40.000 Einwohner. Aus dieser Zeit sind heute nur noch die Ruinen der archäologischen Stätte übrig geblieben, die einst das zeremonielle Zentrum der alten Hauptstadt Purépecha war.

Heute ist der Ort eine Kleinstadt, die hauptsächlich vom Tourismus und vom Fischfang lebt.

Tag 56

12. Maerz 2010

Isla Janitzio / Patzcuaro
File:Janitzio3.jpg

Nach dem Fruehstueck und einigen Einkaeufen nahmen wir ein Boot zur  Isla Janitzio.

Isla de Janitzio ist die "Hauptinsel" im Patzcuaro See

Janitzio, was "wo es regnet" bedeutet ist auf dem Huegel der Insel plaziert. Janitzio kann nur per Boot erreicht werden. Diese Boote fahren am Pier von Patzcuaro ab ( 7.30 bis 18 Uhr).  Das Dorf und die Insel sind bekannt fuer ihre Fischer, die mit Netzen in Schmetterlingsform die lokale Delikatesse "pescado blanco" fischen. Dies sind ca 5 cm lange, weissliche, fast durchsichtige Fische, die dann in Fett frittiert werden. Die Fischer sind auch auf der Rueckseite der 50 Peso Banknote abgebildet.

File:Janitziobig.jpeg 
Statue von Jose Maria Morelos.


Tag 55

11. Maerz 2010

Patzcuaro
 

File:El sagrario.jpg?617
Temple Sagrario.

Pátzcuaro ist eine mittelgrosse Stadt mit 65000 Einwohner und befindet sich im Bundesstaat Michoacán. Die Stadt wurde irgendwann um 1320 herum gegruendet. Seit der Mexikanischen Revolution war die Stadt stets bestrebt ihr traditionel Koloniales Aussehen zu behalten. Ausserdem schaffte es Patzcuaro - im Gegensatz zu vielen anderen Staedten ihr Kleinstadtflair zu behalten Die Haeuser hier sind aus Lehm und/oder Holz gebaut und haben Keramikdachziegel. Kopfsteinpflasterstrassen dominieren das Strassenbild im Zentrum.  

Wir genossen unsere kleine Wanderung durch diese schoene Stadt. Neben den Sehenswuerdigkeiten besuchten wir auch den Markt und kauften Gemuese ein.
Morgen werden wir die Isla Janitzio im Lake Patzcuaro besuchen.

Tag 54

10 Maerz 2010

El Rosario Schmetterling Schutzgebiet

heute morgen fuhren wir die 25 km bergauf zum Schmetterlingsschutzgebiet, welches auf rund 3500 Meter liegt. Die Strassen sind nicht im besten Zustand und stellenweise nach Erdrutschen nicht existent
Das El Rosario Schmetterlingsschutzgebiet ist ein UNESCO Weltkulturerbe und der Platz zum Ueberwintern fuer die Monarch Schmetterlinge. Waehrend Fruehling und Sommer fliegen diese Schmetterlinge bis nach Canada zurueck. Aber von Dezember bis Maerz halten sie sich Millionen oder besser Milliarden dieser orangen Schmetterlinge hier auf. Mehrere Generationen entstehen auf dieser langen Reise und niemand kann sagen wie sie es trotzdem immer wieder schaffen genau hier her zurueckzukommen und warum.   
Wir waren etwas spaet in der Saison und einige Schmetterlinge hatten schon die Reise gen Norden angetreten. Trotzdem war der Wald noch voll von Ihnen. Es ist ein unglaublicher Anblick und das Geraeusch das die Schmetterlinge machen erinnert an Wind.
Spaeter am morgen fuhren wir die 200 km nach Patzcuaro. Wir kamen gegen 18.30 Uhr an und bekamen den letzten freien Platz auf dem Campingplatz.

Campingplatz heute:
Villa Patzcuaro
GPS Location: 19.53388 N, 101.61088 W
Hoehe: ca. 2000 Meter

Netter, kleiner Campingplatz mit 24 Stellplaetzen. Strom (etwas schwach, Wasser und Abwasser). Pool. Brandneue sanitaere Anlagen. Waescherei ueber der Strasse.

Tag 53

9. Maerz 2010

Wir verliesen Guadalajara frueh am morgen um die ueber 300km zum El Rosario Schmetterlingsschutzgebiet zwischen Morelia und Toluca zu fahren.  

Rushhour in Guadalajara ist wie in New York City. Es dauerte ueber eine Stunde bis wir aus der Stadt heraus waren. Die meisten der Mautstrassen sind in sehr gutem Zustand, so kamen wir schnell voran. Die letzten 70 km waren jedoch ziemlich anstrengend, da der Strassenzustand alles andere als gut war. Aber man will ja nicht meckern. Wir kamen gegen 16.30 auf unserem Campingplatz an. Frueh genug um Marissa noch etwas Zeit auf dem Spielplatz zu geben. 

Campingplatz heute:
Hotel Villa Monarcha Inn
GPS Location: 19.48464 N, 100.36199 W
Hoehe: ca. 2100 Meter

Kein Wasser, Strom oder Abwasser. Toiletten. Sehr teuer (250 Pesos)

Tag 52

8. Maerz 2010

Guadalajara


Guadalajara ist mit rund 5 Millionen Einwohner die zweitgroesste Stadt Mexiko's und das Wirtschaftszentrum des Landes. Viele deutsche Unternehmen ( u.a. Festo, Mahle und Siemens) haben hier einen Sitz.

Wir begannen unsere Besichtigungstour mit der Kathedrale um dann danach mit einer Pferdekutsche durch die historische Altstadt zu fahren. Marissa hat sich gefreut wie ein Schneekoenig. 
Guadalajara gilt als Geburtsort der Mariachi Musiker. Wir schlendernten nach der Kutschfahrt durch den Markt und versuchten die oertliche Spezialitaet "Torta Ahogada". Im wesentlichen ist das ein Baguette Broetchen, gefuellt mit verschiedenen Fleischsorten und Zwiebeln, versenkt in einer Tomaten/Chili Sauce. Seeehr lecker. So sieht das ganze aus:



Guadalajara hat einige historische Gebaeude, versucht sich aber modern zu geben und kommt keineswegs an Zacatecas heran was die Schoenheit angeht.

Tag 51

7. Maerz 2010

Wir verbrachten diesen Sonntag ganz entspannt auf unserem schoenen Campingplatz. Wir nutzten die Zeit um mal wieder ein paar Kalorien zu verbrennen und um mit Marissa zu spielen. Heute war ziemlich viel los, da auch die Einwohner der umliegenden Doerfer kamen, um zu zelten, zu schwimmen oder um die Sporteinrichtungen zu nutzen. Gegen Spaetmittag zogen wir zu einem Campingplatz um, der naeher an Guadalajara liegt, da es von dem anderen keine oeffentlichen Verkehrsmittel in die Stadt gab. Unser Navigationsgeraet fuehrte uns auf der Suche nach dem Campingplatz in ein Wohngebiet und vor eine hohe Steinmauer...Durch ein Loch in der Mauer konnte ich den Eingang des Platzes sehen. Leider ist die Strassenfuehrung hier etwas kompliziert, so dass wir nicht einfach um die Mauer herumfahren konnten. Einige Anwohner hatten sich schon auf der Strasse versammelt und man erklaerte uns dass man einen Bogen von rund 6 km fahren muss um auf die andere Seite der Mauer zu kommen. Unfassbar. Um sicher zu gehen dass wir uns nicht wieder verfahren, wies ein Mann seine zwei Soehne (so etwa 8 und 13 Jahre alt) an bei uns einzusteigen und uns den Weg zu zeigen - falls dies ok fuer uns sei. Mal wieder ein Beispiel der Freundlichkeit der Menschen hier.  Die Jungs  fuehrten uns ans Ziel und freuten sich ueber Suessigkeiten und Soft Drinks.

Tag 50

6. Maerz 2010

Tequila


Agavenfeld nahe Tequila

Tequila, ein Ort der keine grosse Vorstellung benoetigt. Wir fuhren ca. 1,5 Stunden in den Ort, der verantwortlich fuer so viele tolle Parties und einige Kopfschmerzen am morgen danach ist.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir an unendlichen Agave Feldern vorbei. Agave ist die Pflanze die zur Herstellung von Tequila benoetigt wird. Es gibt ca. 200 Agave Arten aber nur die blaue Agave ist zur Verarbeitung geeignet.
Wir besuchten die Jose Guervo Distillery und besichtigten die “heiligen Hallen”. Die Agave muss ca. 8 Jahre wachsen, bevor sie genutzt werden kann. Der nutzbare Teil, die sogenannte Ananas (sieht aus wie eine) sitzt im Boden und muss muehevoll ausgraben werden. Danach werden die oben sitzenden Blaetter abgehackt, da das meiste des nutzbaren Zuckers in der Ananas ist. Eine Agave wiegt zwischen 50 und 100 kg und ergibt ca. 7 Liter Tequila. Jose Guervo verarbeitet 150 Tonnen – jeden Tag. Das ist eine Menge Tequila.

Es gibt zwei Varianten von Tequila – die gute und die billige. Die gute besteht zu 100 % aus Agave und hat keinerlei Zusaetze. Der anderen werden alle moeglichen Zuckersusaetze beigemischt, die dann fuer den dicken Kopf verantwortlich sind. Darueberhinaus gibt es 3 Arten von Tequila. Den weissen, den “Reposado” und den “Anejo”. Der weisse wird produziert, abgefuellt und verkauft. Reposado bedeutet ruhen. Das heisst, das der Tequila einige Monate in Faessern ruhen darf bevor er abgefuellt wird. Anejo Tequila ruht sogar bis zu 2 Jahre in Holzfaessern bevor er abgefuellt wird. Der Unterschied liegt darin, dass der Anejo im Vergleich zum weissen Tequila fast schon mild ist. Einfach abgerundeter. Jose Guervo produziert noch eine 4. Art – in limitierter Menge. “Reserva Familia” . Dieser Tequila darf bis zu 7 Jahren ruhen. Da kostet die Flasche auch schon mal 280 Dollar. Wir bekamen die Moeglichkeit den Reserva zu probieren. Sehr lecker. Fast schon wie ein Cognac.

Die Stadt Tequila hat sonst nicht viel zu bieten. Das Leben spielt sich rund um den Hauptplatz mit seiner Kirche ab.

Tag 49

5. Maerz 2010

Chapala See


Der See aus dem Weltraum aus gesehen.

Heute schauten wir erstmal wo wir gestern im Dunkeln ueberhaupt gelandet sind. Der Campingplatz gehoert zu einer oeffentlichen Freizeiteinrichtung wo die Anwohner der umliegenden Staedten und Gemeinden ihre Freizeit verbringen koennen. Es gibt zwei grosse Pools, Fussballplaetze, Volleyball, Tennis etc. Der Platz liegt direkt am Chapala See. Es ist Mexiko's groesster Frischwasser See und liegt rund 45 km Suedoestlich von Guadalajara auf 1500 Metern. Er ist ca. 80 km lang und 18 km breit und nur maximal 10 Meter tief. 


Leider kann man in dem See nicht schwimmen da er wohl “verseucht” ist. Was immer das auch heissen mag. Auf jeden Fall gibt es keine Fische mehr in dem See – ausser dem XYZ Fisch (heisst wirklich so) der wohl ziemlich gut schmecken soll. Wir halten es aber nicht unbedingt fuer die beste Idee einen Fisch zu versuchen, der da ueberlebt wo alle anderen wegen Verschmutzung verenden. Zum Glueck hatten wir unseren Kuehlschrank gut gefuellt bevor wir hierher kamen....

Tag 48

04. Maerz 2010

Wir gingen nicht wie urspruenglich geplant nochmal nach Zacatecas. Der Campingplatz auf dem wir die letzten zwei Naechte verbrachten war ziemlich laut und ungemuetlich. Wir machten uns also nach dem Fruehstueck auf den Weg in das Gebiet um Guadalajara. Wir werden erst ein paar Naechte am Chapala See verbringen, bevor wir naeher nach Guadalajara ziehen.

Es war ein langer Tag auf der Strasse. Gluecklicherweise konnten wir fast alles auf Mautstrassen fahren und kamen ziemlich flott voran. Irgendwo auf der 4 spurigen Strasse vor Aquascalientes – wir hatten gerade mal wieder einen Militaer Checkpoint passiert, setzte sich ein weisser Pick up Truck links neben uns und der Fahrer signalisierte mir das Seitenfenster zu oeffnen. Waehrend wir mit 100 km/h nebeneinander fuhren schrie der Fahrer zu mir herueber ob wir aus Deutschland seien (wir haben “D” Aufkleber sowie Aufkleber der Deutschen Flagge neben der Amerikanischen auf dem Auto). Ich schrie zurueck dass wir tatsaechlich aus Deutschland seien, worauf er meinte “ich auch”. Wir fuhren rechts ran und hielten ein Schwaetzchen. Es stellte sich schnell heraus dass Uwe aus Ingersheim kommt – also nur ein Steinwurf von meinem Heimatort entfernt.Was haben wir gelacht – wie klein die Welt doch ist. Uwe kam vor 7 Jahren fuer die Firma Ziemann aus Ludwigsburg nach Mexiko um eine neue Corona Brauerei aufzubauen. Danach hat er hier geheiratet und sich selbstaendig gemacht und hat wohl nicht vor wieder nach Deutschland zurueckzugehen. “Hier isch elles a bissle entschpannder und mo sieht net elles so eng wie dohoim”.

Gegen 19 Uhr kamen wir an dem Campingplatz an, den wir uns herausgesucht hatten. Leider war hier kein Campingplatz. Nicht mal ne passierbare Einfahrt. Es wurde bereits dunkel so machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative und fanden diese auch 15 km entfernt. Mal sehn wie das ganze bei Tageslicht aussieht....

Tag 47

3. Maerz 2010

Zacatecas

Zacatecas cathedral, built between 1729 and 1753, regarded by many as the last, and greatest, expression of the churrigueresque (Mexican Baroque) style


Wir nahmen den Bus in die Stadt. Zacatecas ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Zacatecas und wurde 1548, zwei Jahre nach der Entdeckung von Silber, gegruendet. Die Stadt hat rund 125000 Einwohner und ist einer der am hoechsten liegenden Staedte Mexicos - 2600 meter. 

Man kann die duenne Luft fuehlen (oder besser: nicht fuehlen) Wir genossen unseren Spaziergang durch das wunderschoene historische Zentrum, welches ein UNESCO Weltkulturerbe ist. Zacatecas ist die bis jetzt schoenste Stadt, die wir besucht haben. Leider vergasen wir unseren Foto auf dem Campingplatz, so muessen wir wohl morgen nochmal herkommen.  

Tag 46

2. Maerz 2010

Durango und Zacatecas


Heute morgen schauten wir uns Durango an.

Durango, offiziell  Victoria de Durango, auch bekannt als Ciudad de Durang. ist die Haupstadt und gleichzeitig die groesste Stadt im Bundesstaat Durango. Sie liegt auf einer Hoehe von ca. 2500 Meter.

Gegruendet wurde die Stadt am 8. Juli  1563 vom Spanischen Entdecker Francisco de Ibarra. Waehrend der spanischen Kolonialzeit war Durango die Hauptstadt der Nueva Vizcaya Provinz von Neu Spanien, welche in etwa die heutigen Bundesstaaten  Durango und Chihuahua entsprach.
Der alte Stadtkern ist sehr huebsch und erinnert ein wenig an eine Westernstadt. Viele Westernfilme wurden wohl deswegen hier gedreht. In den 60er Jahren tobte sich John Wayne hier aus und etwas aktueller wurde hier "Die Maske des Zorro" gedreht.

Nach dem Mittagessen verliesen wir Durango und fuhren 200 km nach Osten nach Zacatecas. Wir kamen um 17.30 an und fielen ziemlich bald kaputt ins Bett. 

Tag 45

1. Maerz 2010

Gegen 9 Uhr verliesen wir unseren Campingplatz in Mazatlan um uns ueber die Sierra Madre nach Durango durchzuschlagen. Eigentlich nur ca. 300 km, die es
aber in sich haben. Wir fuhren von Meereshoehe auf bis ueber 2500 Meter. Die Strassen sind teilweise sehr eng. So eng, dass einem in Kurven schon mal ein LKW auf der falschen Strassenseite entgegenkommt, weil der Platz nicht aussreicht. Dazu kommt noch dass rechts von einem die Strasse nach ein paar Zentimetern endet und der Abhang steil abfaellt. Auf der anderen Seite ist eine senkrechte Felswand. Die Fahrt war also sehr anstrengend aber auch landschaftlich sehr schoen. In einem Cabrio haette das ganze sicher noch mehr Spass gemacht, aber auch in unserem 4.5 Tonnen Monster war es schoen. 
Gegen 18 Uhr erreichten wir Durango. Wir fuhren in eine andere Zeitzone, so wurde uns heute eine Stunde gestohlen. Es war unsere erste Nacht an einer PEMEX Tankstelle, also umsonst. Die Tankstellen haben meist 24 Stunden geoeffnet und meist ist ein kleiner Laden nebenan. So auch bei dieser. Wir fragten den Besitzer des Ladens ob wir ueber Nacht parken duerften. Er willigte sofort ein und bat uns gleichzeitig auf einem anderen Parkplatz zu parken damit sein Angestellter uns besser "im Auge" behalten koenne. Wir trafen zwei Mexikaner in dem Laden. Einer der beiden kam gerade aus Texas zurueck und freute sich wohl "Amerikaner" zu sehen.  Der andere war sein Bruder - ein Federale, also ein Bundespolizist was durch die unter der Lederjacke steckenden Pistole deutlicher wurde. Auf jeden Fall schrieben sie uns die Rufnummer des Polizisten auf und baten uns anzurufen falls wir Hilfe brauchen wuerden. Sie wohnten nur 3 Haeuser weiter, waeren also schnell zur Stelle. Vielen Dank - gluecklicherweise brauchten wir die Rufnummer nicht. Die erste Haelfte der Nacht war durch die an- und abfahrenden Autos an der Tankstelle ziemlich laut, und wir fanden erst spaet Schlaf. Aber es war ja umsonst, also meckern wir auch nicht.

Tag 43 & 44

27. & 28. Februar

Wir sind in den letzten zwei Tagen einiges gelaufen. Die Altstadt von Mazatlan hat einiges zu bieten und ist auf jeden Fall interessanter als die Touriecke. Eine schoene Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert ziert die Stadtmitte und es gibt einige kleine Parks sowie Restaurants entlang der Strandpromenade. Der Leuchtturm war ein wenig enttaeuschend. Ein langer Aufstieg und vom Turm sah man nicht wirklich viel. Das einzige schoene war die Rundumsicht auf Mazatlan und den Hafen.
Morgen fahren wir weiter ins Landesinnere, nach Durango. Das liegt in den Sierra Madre Bergen auf ca. 2000 Meter Hoehe.

Tag 41 & 42

25. & 26. Februar 2010

So, heute gingen wir das Projekt "Faehre" nochmals an. Wir kamen um 12 Uhr am Hafen an. Dort wurden wir,  bzw. unser Fahrzeug erstmal gewogen. 4440 kg ist das offizielle Ergebnis. Dann ging es weiter zum Ticketschalter. Wir waehlten die billigere der beiden Faehren aus. Die 16 Stunden Ueberfahrt von La Paz nach Mazatlan kostete uns $ 295. Schlappe $ 500 weniger als beim anderen Anbieter. Aber dazu spaeter mehr. Nach dem Ticketkauf hiess es warten, warten und nochmal warten. Abfahrt der Faehre ist offiziell um 16 Uhr, Um kurz vor 15 Uhr wurde damit angefangen die ganzen LKW und Auflieger zu verladen. Dann waren wir dran. Wir fuhren in den Bauch des Schiffes und wurden dann mit einem Aufzug eine Etage nach oben, aufs "Oberdeck" gefahren. Dort parkten wir an dem uns zugewiesenen Platz auf der (vor mind. 40 Jahren) in Deutschland gebauten Faehre. Der Einweiser wies uns extra darauf hin dass der Kahn in Deutschland gebaut wurde, nachdem er mitbekommen hatte dass wir aus D sind. Wir waren die einzigen Touristen und Nicole und Marissa die einzigen weiblichen Passagiere auf dem Schiff.  Auf dem Stellplatz war es heiss, stickig und laut weil ueber dem Maschinenraum.  Von 17 bis 19 Uhr gab es Abendessen in der Kantine, die auch schon bessere Zeiten gesehen hatte. Fuer Marissa wurde extra ein Hot Dog gemacht  - und das auch noch ganz umsonst. Die Mexikaner lieben kleine Kinder. Das haben wir bisher schon oefter festgestellt. Irgendwann versuchten wir zu schlafen was bei dem Laerm und der Hitze nicht ganz einfach war. Immerhin durften wir in unserem Camper uebernachten, der immer schoen leicht hin und herschwankte, was bei dem anderen Faehranbieter nicht moeglich gewesen waere. Die bieten naemlich Kabinen an und daher kommt auch der erhebliche Preisunterschied. Da wir aber keine 14 Tage auf dem Schiff blieben, war es das uns einfach nicht wert. Achja, obwohl wir mit 2 Stunden Verspaetung ausliefen, waren wir vor der Zeit am Ziel. Um 9 liefen wir in den Hafen von Mazatlan ein und um 10 checkten wir in den Campingplatz ein. Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht relaxten wir erstmal ein wenig. Morgen gehts in die Stadt.

Mazatlan hat knapp ueber 400000 Einwohner und ein beliebtes Ziel fuer Amerikaner. Man findet hier schoene Straende und den zweithoechsten Leuchtturm der Welt, den wir uns morgen mal ansehen werden.

Campingplatz heute:

San Fernando
GPS Location: 23.25911 N, 106.45919 W
Hoehe: Meeresspiegel

Full Service Camping. Schoener Pool, ein block vom Strand und in der Zona Dorada gelegen.

Tag 40

24. Februar 2010

Heute ging es zurueck nach La Paz, Wie ich gestern geschrieben habe, hatten wir vor heute die Faehre aufs Festland zu nehmen. Als wir jedoch um 11.45 am Hafen ankamen windete es wie "Hechtsuppe" und man sagte uns dass die 16 Uhr Faehre erst um Mitternacht fahren wuerde. Da wir Urlaub und es damit nicht eilig haben, entschieden wir uns die Faehre erst morgen zu nehmen und nochmal einen Tag auf dem Campingplatz zu verbringen, auf dem wir vor ein Paar Tagen schon waren. Wir genossen das schoene Wetter mit nichts tun und einfach mal nur eine echte mexikanische Siesta in der Haengematte zu machen. Drueckt uns die Daumen, dass die Faehre morgen faehrt.

Tag 39

23. Februar 2010

Hey, hier gibts ja einen Wal Mart. Wer haette gedacht dass es hier in Cabo einen Wal Mart gibt ;-)
Nachdem wir uns mal wieder mit Lebensmitteln eingedeckt hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Norden nach Todos Santos. Wir hatten einen Campingplatz am Meer im Hinterkopf aber daraus wurde nichts, da die “Strasse” dahin aus tiefstem Sand bestand und wir nicht riskieren wollten stecken zu bleiben – zumal keiner mit Sicherheit sagen konnte ob der Platz ueberhaupt noch existiert oder nicht. Wir kauften dafuer frische Erdbeeren direkt vom Feld – heute morgen im Fruehtau gepflueckt und mittags schon verdrueckt. Lecker. Wir fuhren dann weiter nach Todos Santos wo wir einen Platz am Ende einer staubigen Strasse fanden. Nachdem wir geparkt hatten, liefen wir ins Dorf um Marissa ein wenig Zeit auf dem Spielplatz zu geben und um die oertlichen Kunst und Schmucklaeden zu checken. Und dann sahen wir es – das legendaere Hotel California. Wer kennt nicht den Hit von den Eagles “Hotel California”. Schoenes Hotel.

Todos Santos wurde im 18. Jahrhundert von einem katholischen Priester gegruendet, der eine Mission auf fruchtbarem Boden eroeffnete und damit die Mission in La Paz, 95 km weiter noerdlich, unterstuetzte.

Morgen fahren wir zurueck nach La Paz um die Faehre aufs Festland zu nehmen. Das war also die Baja California. Highlights waren der Strand bei Santispac, Loreto und das Wale beobachten.


Tag 38

22. Februar 2010

Heute morgen nahmen wir den Bus nach Cabo San Lucas. Cabo hat ca. 8000 Einwohner und alle leben vom Tourismus. Es gibt hier eine Shopping Mall wie diejenigen in den USA, Restaurants mit New Yorker Preisen und die einzigen Mexikaner, die ich gesehen habe, waren die, die in den Laeden und Restaurants gearbeitet haben - also wie in New York. Die Stadt ist schoen angelegt und hier kann man sicher schoen Urlaub machen, aber das ist nicht das Mexico weswegen wir nach Mexico kamen. Wir hatten einen sehr schoenen Tag aber morgen fahren wir weiter.

Tag 37

21. Februar 2010

Heute fuhren wir nach Cabo San Lucas - das Mallorca der Amerikaner. Hat nicht viel mit Mexico zu tun hier. Wetter und Straende sind sehr nett. Morgen gehn wir mal ins "Staedtle".

Tag 36

20. Februar 2010

Heute morgen habe ich es geschafft unser linkes Vorderrad zu wechseln. Es war einseitig auf der Innenseite abgefahren. Ich habe es durch das vollwertige Ersatzrad ersetzt und nutze das alte jetzt als Ersatzrad.

Danach machten wir uns auf den Weg nach Las Barilles. Garmin Navi sei Dank landeten wir auf einer staubigen Waschbrettpiste und wurden irgendwann von ATV Fahrern eingeholt, die uns signalisierten
anzuhalten. Sie rieten uns davon ab, weiter auf der Strecke zu fahren, da sie noch schlechter werden wuerde als sie ohnehin schon war. Wir drehten um und fuhren kurzerhand nach La Ventana wo wir an einem Kitesurfer Strand uebernachteten. War auch nicht schlecht.
Tag 35

19. Februar 2010

Wir hatten ein volles Programm heute. Einfuhrerlaubnis beantragen, Faehrinfos einholen, Lebensmittel einkaufen und den vorderen linken Reifen wechseln. Wir schafften alles ausser dem Reifen. 

Wir fuhren zuerst an den Hafen, wo auch das Buero fuer die Einfuhrerlaubnis ist. Es ging schneller als erwartet. Innerhalb von 20 min. hatten wir unseren Kleber fuer die Windschutzscheibe. Dann gings weiter zu den beiden Faehrgesellschaften. Die Preise varieren gewaltig, obwohl es nur zwei Anbieter gibt...

Auf dem Weg zurueck kamen wir an einem WAL MART vorbei. Yippieh...amerikanisches Einkaufen.

Morgen fahren wir weiter nach Cabo um dann naechste Woche Dienstag oder Mittwoch zurueckzukommen und die Faehre zu nehmen.

Tag 34:

18. Februar 2010

Wir verabschiedeten uns von Brent, Michelle, Jasper und Ally und fuhren weiter nach La Paz. Wir muessen dorthin um unsere temporaere Einfuhrerlaubnis fuer das Auto zu beantragen, Ausserdem faehrt von da die Faehre aufs Mexikanische Festland und wir brauchten noch einige Informationen dazu.
La Paz ist ca. 250 km suedlich von Loreto und 200 km noerdlich von Cabo San Lucas an der Suedspitze der Baja California.

Wir kamen ganz gut voran, so hielten wir an einem Strassenstand und kauften uns ein Grillhaehnchen. Das war eines der besten Haehnchen das ich bisher gegessen habe. Lecker lecker.
In La Paz angekommen fuhren wir zu  dem Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten und mussten feststellen, dass er im letzten Jahr zugemacht hat. Ein paar Kilometer weiter fanden wir einen anderen Platz und trafen dort die ersten deutschen auf unserer Tour. Ein Paar aus Bad Kreuznach, die in Ihrem alten Mercedes Bus ein Jahr durch die USA und Mexico reisen.

Campingplatz Info folgt

Tag 33:
17. Februar 2010
Wir haetten liebend gerne noch eine weiter Nacht an diesem wunderschoenen Strand verbracht. Leider hatte ich beim letzten Mal Wassertanken wohl unseren Frischwassertank nicht ganz aufgefuellt und uns ging langsam das Wasser aus. Und da es an dem Strand keine Wasseranschluesse gab, entschieden wir nachmittags die 2 Stunden nach Lareto zu fahren. Auf der Fahrt dorthin mussten wir mal wieder an einem der Militaerkontrollpunkte halten. Als der Soldat erfuhr dass ich aus Stuttgart komme, war er ganz begeistert und warf mir Spielernamen vom VFB an den Kopf, mit denen ich natuerlich ueberhaupt nichts anfangen konnte. Ich sagte nur ein paar mal “si, si” und “bueno” und laechelte.  Der Campingplatz in Lareto war nicht einfach zu finden und als wir dann endlich dort ankamen, trafen wir bekannte Gesichter: Brent, Michelle und Jasper und natuerlich Ally waren auch schon da. Wir entschieden einen gemeinsamen Spaziergang durch Lareto zu unternehmen und aâen in einem netten Restaurant zusammen zu abend. Marissa und Jasper hatten Spass zusammen und der Besitzer und die Bedienung konnten nicht genug von den Kids bekommen.  Nach einem Gute Nacht Schmatzer von Jasper fiel Marissa todmuede ins Bett und schlief innerhalb von Sekunden ein.
Day 32:
February 16th 2010
Wir lernten ein nettes Paar auf dem Campingplatz kennen: Brent und Michelle, ihr 3 Jahre alter Sohn Jasper und ihr Hund Ally aus Colorado. Sowohl Marissa als auch Jasper waren froh mal wieder andere Kids um sich zu haben. Sie spielten zusammen und wenn Jasper sah dass Marissa ein wenig Angst vor Ally hatte, nahm er sie an der Hand und streichelte gemeinsam mit ihr den Hund. Nach einer Weile konnte sie nicht mehr genung von Ally bekommen. Der arme Hund zeigte eine Menge Geduld...
Safe travels Brent, Michelle, Jasper and Ally. It was really nice to meet you!
Wir verliesen unseren Campingplatz und fuhren kurz in das Dorf San Ignacio. San Ignacio ist eine Dattel Palmen Oase, die um eine Laune herumgebaut ist. An der Plaza ist auch die Missionskirche von San Ignacio, welche im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Wir fuhren weiter nach Santa Rosalia um dort ein schnelles Mittagsessen einzunehmen und um die oertliche Kirche zu besichtigen, die von einem gewissen Herrn Eiffel gebaut worden ist. Ja, DER Herr Eiffel der auch den Turm in Paris hingestellt hat. Die Kirche wurde in Frankreich vorgefertigt und dann nach San Ignacio verfrachtet.
Wir verbrachten die Nacht and einem wunderschoenen Strand an der Bahia Coyote.
Campingplatz heute:
Playa Santispac
GPS Location: 26.76637 N , 111.88988 W
Hoehe: Meeresspiegel
Tag 31:
15. Februar 2010
Unsere Waltour begann um 8 Uhr morgens. Wir wurden von einem Kleinbus abgeholt und an die Lagune gebracht. In der Lagune halten sich jedes Jahr zwischen Dezember und April 1700 – 2000 Wale auf. Nicht 800 wir ich gestern geschrieben hatte. Die Grauwale kommen aus Alaska und Kanada unter anderm hier her um ihre Kaelber zu gebaehren.     
Wir waren zu siebt in einer kleinen Nusschale und fuhren damit hinaus in die Lagune. Nach einer Weile stoppten wir und warteten. Wir sahen die Wale in einiger Entfernung auftauchen um zu atmen. Und auf einmal waren die sie nahe. Sehr nahe... Viele Wal Muttis und ihre Kaelber. Sie schwammen ums Boot herum und darunter hindurch. Einige tauchten direkt am Boot auf und streckten ihre Maeuler und Flossen aus dem Wasserl .  Es war uns sogar moeglich sie zu streicheln. Ein einzelner Delphin gesellte sich auch noch dazu. Was fuer ein Erlebnis. Marissa konnte nicht genug von den “grossen Fischen” mit den “laufenden Nasen” bekommen. Wenn die Wale auftauchen und die Luft aus ihren Luftloechern entweicht, sprueht auch ne Menge Wasser mit raus. Fuer Marissa waren das alles laufende Nasen...wir kringelten uns vor Lachen. Das war bisher das Highlight unserer Reise. Es passiert nicht alle Tage dass man einen Grauwal streicheln kann.
Auf dem Weg zurueck in die Stadt, erfuhren wir dass Guerrero Negro rund 1/3 des in der Welt verkauften Salzes produziert.
Nach einem schnellen Mittagessen machten wir uns auf den Weg nach San Ignacio, jedoch nicht bevor wir unseren Gasvorrat aufgefuellt hatten.
Campingplatz heute:
Rice and Beans Oasis
Carretera Tranpeninsular, San Ignacio, BCS
GPS Location:27.29861 N, 112.90444 W
Hoehe: 600 feet / 280 Meter.
Netter Platz mit Restaurant, Full Hook up und heissen Duschen

Tag 30:

14. Februar 2010

Wir sind gerade hier. Guerrero Negro in Baja California Sur, Mexico. Das ist eine der neueren Orte hier in der Baja. Der Ort wurde 1955 von der  Exportadora de Sal - dem groessten Salzproduzierenden Unternehmen der Welt  - gegruendet. Seit kuerzerem ist der Ort auch bekannt fuer die Grauwale, die sich hier jeden Winter in der Lagune Ojo de Liebre sammeln um ihren Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Da gehen wir morgen auch hin. Wir haben heute gehoert, dass momentan rund 800 Wale in der Lagune seien. 
Heute war ein entspannter Tag. Spaeteres Fruehstueck, ein wenig Sport, Lebensmittel einkaufen und Homepage updaten, Ausserdem liefen wir ca. 5 km zur naechsten Bank um Geld abzuehen. Leider ging wohl allen drei Automaten das Geld aus. Hoffen wir mal dass morgen "frisches" kommt.

Campingplatz heute:

Malarrimo RV
Blvd. Emiliano Zapata
23940 Guerrero Negro, BCS
www.malarrimo.com

GPS Location: 27.96778 N, 114.03000 W
Hoehe: Meeresspiegel


Tag 29:
13. Februar 2010
Es war ruhig an unserem Uebernachtungsplatz. Seeehr ruhig und sehr dunkel. Eine Mondlose Nacht mitten in der Wueste. Ich bin gerade eingschlafen als mich Nicole aufweckte. Sie ruettelte an meinem Arm und fluesterte: Da ist etwas an der Tuere. Noch halb im Schlaf schnappte ich meinen New York Mets Baseball Schlaeger und huepfte fast aus dem Bett um dem vermeintlichen Angreifer was ueber die Ruebe zu geben. Aber da war niemand. Ich weiss nicht was sie gehoert hat. Vielleicht hat ein Koyote seinen Ruecken an der Tuer gekratzt. Wir fuhren heute weiter nach Guerrero Negro um dort Wale zu beobachten.

Tag 28:
12. Februar 2010
Die Landschaft veraendert sich immer mehr in Richtung Wueste. Heute sind wir nach  Cataviòa, Einwohner 100 gefahren.  Es gibt hier nichts ausser einem Hotel, einer geschlossenen Tankstelle und ein paar Restaurants. Die Umgebung ist jedoch landschaftlich interesant. Die Cataviòa Fels Felder (offizieler Name ist Las Virgines) sind sehr beeindruckend. Die Strasse faedelt sich fuer mehrere Kilometer durch Steinhaufen und einzelne Steine - teils so gross wie ein Haus. Dazu ist die Landschaft gespickt mit Kakteen und anderen Wuestenpflanzen. 
Auf der Fahrt nach Cataviòa besuchten wir eine Mission/Kloster von 1768 das man "gesehen haben muss". Nach rund 8 Kilometer Geroellpiste erreichten wir einen Steinhaufen und ein Tor. Die Ueberreste der Mission....Naja, immerhin war die Lage und die Landschaft sehr schoen.
Campingplatz heute
Rancho Santa Inez
GPS Location: 29.72930 N, 114.69680 W
Hoehe: 1900 ft
Keine hook ups. Kleines Gebaeude mit Toilette (Wasserspuelung). Restaurant. $ 8,-

Tag 27:
11. Februar 2010
Heute sind wir nach San Quintin gefahren. Hier gibt es nichts besoderes. Liegt einfach auf dem Weg nach Sueden. Wir fanden einen netten kleinen Campingplatz. Wunderschoen in der Mitte eines Oliven Hains mit einem riesigen Spielpatz. Das war alles was Marissa brauchte. Sie konnte sich endlich mal wieder austoben. Wir verpassten fast die Strasse, die an den Campingplatz fuehrt. Sah erst nach mehrmaligem hinschauen wie Strasse aus. Gut dass wir unseren Truck haben.
Campingplatz heute:
Los Olivos
Anillo Periferico # 1010, Las Granjas, J.M.
Salvatierra, San Quintin, BC

GPS Location: 30.48883 N, 115.93913 W
Hoehe: Meeresspiegel
Strom (15 amp) und Water. Dump station. Riesiger Spielplatz. Saubere Duschen. Warmes Wasser.

Tag 26:
10. Februar 2010
Fruehstueck am Strand - nicht schlecht fuer den ersten Morgen in Mexiko. Nach dem Fruehstueck fuhren wir nach Ensenada. Auf dem Weg dorthin mussten wir durch einen der in Mexiko ueblichen Militaer Kontrollen. Soldaten in voller Montur, Stahlhelme und Maschinengewehre kontrollieren hier auf Drogen und sonstigen illegalen. Das erste Mal ist es schon ein wenig einschuechternd - soll warscheinlich auch so sein. Aber die Jungs sind alls sehr professionel und freundlich. Nachdem wir einen Parkplatz in der Stadt gefunden hatten liefen wir zum Hafen und durch den netten Fischmarkt. Danach schauten wir uns einfach ein wenig in der Stadt um, die nicht uebernaessig zu bieten hat und sich voll auf die Amerikaner ausrichtet. Starbucks und McDonalds inklusive. Bevor wir zu "unserem" Strand zurueckfuhren, kauften wir noch einiges an Lebensmittel ein. 
Campingplatz heute:
GPS Location: 32.06500 N, 116.87806 W
Hoehe: Meeresspiegel
Ziemlich teuer. Full hook up. Restaurant,
Tag 25:
9. Februar 2010
Wir verbrachten die Nacht im Potrero Park,ca. 6.5 Kilometer vor der Grenze zu Mexiko. Es gab dort nicht viel - ausser einem tollen Spielplatz fuer Marissa. Wir erreichten Tecate gegen 10 Uhr morgens und wurden zur Inspektion herausgewunken. Der Zoellner stellte einige allgemeine Fragen und warf einen Blick in den Camper. Danach parkten wir und gingen in das Grenzbuero wo wir unser erstes Formular ausfuellten. Dann gings zur Bank, die ein paar Bloecke entfernt war und zahlten dort $ 60 fuer uns drei. Wir bakamen einen Stempel auf unsere Formulare und liefen zurueck ins Grenzbuero wo uns der Beamte ein weiteres Formular gab. Wir fuellten dies aus und erhielten danach eine Aufenthaltserlaubnis fuer 180 Tage und einen Stempel in den Pass.  
Leider war es an dieser Grenze nicht moeglich die Einfuhrerlaubnis fuer unser Fahrzeug zu bekommen. Nicht so schlimm. Fuer die Baja California benoetigen wir diese Erlaubnis noch nicht. Erst wenn wir spaeter aufs Festland gehen. In La Paz, wo wir die Fahre nehmen werden, soll es das entsprechende Amt geben.
Wir fanden einen Campingplatz direkt am Meer and der MEX1. Die MEX1 ist die Hauptstrasse durch die Baja California und zumindest hier oben sehr attraktiv. Immer am Meer und Steilkueste entlang.

 
 

Last Website Update: March 15th 2010

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