Am 11. Juni ueberquerten wir die Grenze nach Costa Rica
Tage 144 - 146
8.  -  10. Juni 2010

San Jorge - Rivas - San Juan del Sur

Wir verbrachten unsere beiden letzten Tage in Nicaragua im suedlichsten Landesteil, der zwischen dem See Nicaragua und dem Pazifischen Ozean liegt. Zuerst waren wir in San Jorge bei Rivas am See und dann in der Naehe von San Juan del Sur an der Playa Madera. Das Problem war dorthin zu gelangen. Die Strasse war ein schlechter Feldweg. Sehr eng mit niedrig haengenden Aesten etc. Nach 2 Stunden ((ver)fahren und oft nach dem Weg fragen fanden wir endlich den Platz den wir gesucht hatten. Es war ein kleines Hostel direkt am Strand namens  "Camping Matilda" und wir parkten direkt auf Sand sehr nah am Strand. Es gab keinerlein Moeglichkeit Lebensmittel zu kaufen und da wir nicht genuegend eingepackt hatten, blieben wir nur eine Nacht um am naechsten Tag nach San Jorge zurueckzukehren. Wir verbrachten dort unsere letzte Nacht und bereiteten uns seelisch und moralisch auf die border crossing of hell vor. Der Grenzuebergang von Nicaragua nach Costa Rica soll sehr chaotisch sein - mal sehn ob sich die Geschichten bewahrheiten.

Tag 143
7. Juni 2010

Wir sagten "adios" zu unserem Stueck Paradies an der Laguna Apoyo und fuhren 20 km nach Granada.

Die Stadt wurde am 8. Dezember 1524 vom spanischen Eroberer Francisco Hernández de Córdoba gegründet und liegt direkt am See Nicaragua. Frankfurt am Main ist Schwesterstadt von Granada

Der See Nicaragua ist der groesste  See in Mittelamerika und obwohl er ein Suesswassersee ist, beheimatet er Haie , Tarpun und Saegefische. Wir verbrachten die Nacht im Centro Turistico direkt am Seeufer. Leider regnete es mal wieder heftig, der Blick ueber den See war daher etwas getruebt.

Tage 141 & 142
5. & 6. Juni 2010

Laguna Apoyo

Heute morgen fuhren wir noch einmal zum Krater bevor wir uns auf dem Weg zur Laguna Apoyo machten. Die Lagune liegt auf halben Weg zwischen Masaya und Granada.
Kaum auf der Strasse wurden wir von zwei Polizisten auf einem Motorrad angehalten. Einer der Cops kam zu uns und behauptete, dass ich 80km/h in einer 60 Zone gefahren sei. Ich erklaerte ihm, dass der digitale Tacho meines Navi genau 60 angezeigt haette. Daraufhin fand er ein anderes "Vergehen". Im letzten Kreisverkehr sei ich in der falschen Spur gefahren und dafuer muesste er mir einen Strafzettel geben. Die Strafe von rund 35 Euro koennte ich auf der Bank in Managua (1 Stunde in die entgegengesetzte Richtung) einzahlen und koennte dann meinen Fuehrerschein auf der Polizei wieder abholen. Das sei kein Problem erklaerte ich. Daraufhin beriet er sich mit seinem Kollegen und kam wieder zu uns zurueck. Er fragte nach ob ich ihn richtig verstanden haette was ich bejate. Er wies darauf hin, dass es Samstag und die Bank geschlossen sei. Ich koenne also erst am Montag auf die Bank. Kein Problem sagte ich ( Nicole hat ja auch einen Fueherschein). Daraufhin bot er mir an, dass ich die Strafe auch direkt an ihn zahlen koennte. Er wuerde mir dann meinen Fuehrerschein gleich zurueckgeben und ich koennte weiterfahren. "Wieviel koennte ich denn heute zahlen?" Ich erklaerte ihm nochmal, dass ich gerne bis Montag warte um auf die Bank zu fahren und dass ich ihm heute gar nix, null, nada, zero bezahlen wuerde. Da merkte er dass ich sein Spiel besser spielte und seinen Bluff erkannt hatte. Er gab mir meinen Fuehrerschein zurueck und wuenschte uns eine gute Fahrt. Das war der erste Abzockversuch durch die Polizei auf unserer Reise. Wir hatten diese eigentlich schon viel frueher erwartet.


Die Laguna Apoyo ist ein See in einem Vulkankrater und ein Naturreservat. In dem Reservat leben 200 Arten von Voegel. Ausserdem ist die Lagune Heimat fuer Ameisenbaeren, Jaguare und verschiedene Arten von Affen.  Zu den beheimateten Pflanzen zaehlen Rosenholz, Mahagoni und Orchideen. Wir parkten auf dem Parkplatz des Hostel The Monkey Hut. Ein kleines Stueck Paradies mit direktem Seezugang. Das Wasser ist ein wenig kuehler als die Lufttemperatur. Gerade genug um sich abzukuehlen. Wir verbrachten zwei Tage hier und taten einfach mal gar nichts,

Tag 140
4. Juni 2010

Leon nach Masaya Nationalpark.

Wir hatten die Wahl. Zwei Strassen fuehren von Leon nach Managua. Es gibt eine alte und eine neue Strasse - was wir leider nicht wussten. Wir waehlten die falsche - die alte. Mit Abstand die bisher schlechteste Strasse.  Wir schlichen Richtung Managua und als wir endlich ankamen verfuhren wir uns erstmal. Es dauerte eine halbe Stunde bis wir den Weg aus der Stadt und Richtung Masaya Nationalpark gefunden hatten. Wir hatten von Managua nicht die besten Dinge gehoert und was wir beim Fahren sahen, schien dies zu bestaetigen. Kaum aus Managua raus wurden wir an einer Polizeikontrolle gestoppt. Der Polizist war etwas "pissig" als ich ihm eine (gute, schoen laminierte) Kopie meines Fuehrerscheins unter die Nase hielt. Er verlangte das Original und  behielt die Kopie gleich ein. Gegen 16 Uhr erreichten wir den Masaya Nationalpark und parkten am Besucherzentrum, wo wir auch die Nacht verbrachten. 


Der Vulkan Masaya liegt inmitten der 6 mal 11 km großen Masaya-Caldera und  im Nationalpark Vulkan Masaya. Von der Aussichtsplatform hat man einen beeindruckenden Blick in den Krater des Vulkans, der zu den groessten natuerlichen Umweltverschmutzern der Erde zaehlt. Jeden Tag stoesst er 3000 Tonnen Staub und Gase aus.

Der Name, den die indigene Bevölkerung dem Vulkan gaben, ist Popogatepe, was übersetzt brennender Berg heißt. Im präkolumbischen Zeitalter wurde er von ihnen verehrt und seine Eruptionen wurden als Zeichen verärgerter Götter gesehen. Deswegen brachte die einheimische Bevölkerung ihm Opfer dar, die häufig kleine Kinder oder Jungfrauen waren.Die spanischen Eroberer nannten den Vulkan La Boca del Infierno (Höllenschlund). Um den Teufel abzuwehren, setzten sie im 16. Jahrhundert ein Kreuz an den Rand des Kraters, das zu Ehren des Kirchenvaters Francisco Bobadilla La Cruz de Bobadilla benannt wurde.

Der letzte groessere Ausbruch des Masaya war 2003 und Experten rechnen jederzeit mit einem neuen grossen Ausbruch


Tag 139
3. Juni 2010

Leon

Wir rafften uns trotz der Hitze auf und machten uns auf den langen Weg von "unserer" Tanke nach Leon (3km)


León wurde 1524 von Francisco Hernández de Córdoba gegründet. Das erste León (León Viejo) befand sich allerdings ca. 30 Kilometer vom heutigen entfernt. Nach einem Ausbruch des Momotombo, der die Stadt schwer traf, wurde León in der Nähe der indigenen Siedlung Subtiaba neu gegründet. Die Ruinen des alten León gehören heute als León Viejo zum Weltkulturerbe der UNESCO. Während eines Besuches in León wurde der Diktator Anastasio Somoza Garcia am 21. September 1956 von dem jungen Dichter Rigoberto López Pérez angeschossen und erlag acht Tage später seinen Verletzungen
Waehre Leon eine der ersten Kolonialstaedte gewesen, die wir besuchten und waere es 20 Grad kuehler gewesen, waeren wir vielleicht etwas begeisterter gewesen. Aber so schauten wir uns nur das "notwendigste" an und fluechteten dann wieder in unser klimatisiertes zu Hause.  Wir wollten heute an einer Texaco Tankstelle uebernachten, die schon von anderen Reisenden genutzt worden war. Als wir dort unser Lager aufschlugen kamen einige Strassenkinder vorbei und fragten nach Suessigkeiten und Kugelschreiber, was wir natuerlich gerne gaben. spaeter sprang ein amerikanischer Tourist aus einem Bus und fragte ganz aufgeregt ob er ein Bild von unserem Auto machen duerfte. Scheinbar sind Autos mit US Kennzeichen selten. Als letztes kam ein Mitarbeiter von Texaco und wies uns darauf hin, dass es nicht mehr erlaubt sei hier zu uebernachten. Kein Problem. Wir fuhren ueber die Strasse zur Esso Tankstelle, wo wir bereits letzte Nacht waren. Diees Esso ist uebrigens nach europaeischem Vorbild gebaut. Komplett mit Schnellimbiss und Cafe.

Tag 138
2. Juni 2010

Grenzuebertritt nach Nicaragua - Leon

Heute ueberquerten wir die Grenze nach Nicaragua. Die Grenze bei  Las Manos ist ein wenig chaotisch und nicht wirklich gut organisiert. LKW stehen kilometerlang vor der Grenze auf beiden Seiten der Strasse. Wir quetschten uns durch und parkten gegenueber des Hondurianischen Grenzgebaeude.

Erster Stop war Zoll von Honduras, wo wir unser Fahrzeug "auscheckten" und es aus meinem Pass austragen liesen. Danach kauften wir die obligatorische Versicherung fuer Nicaragua, die $ 20 kostete.  Jetzt reisten wir aus Honduras aus und gleichzeitig in Nicaragua ein. Die Einreisebehoerden von Honduras und Nicaragua teilen sich ein Gebaeude, so reichte Zoellner on Honduras unsere Paesse einfach ueber den Tisch zum Zoellner von Nicaragua. Als naechstes erledigten wir die Formalitaeten beim Zoll von Nicaragua fuer die Einfuhr unseres Trucks. Dem folgte eine kurze Ueberpruefung unseres Fahrzeuges und dann hiess es " Willkommen in Nicaragua.  Ueberraschenderweise sind die Hauptstrassen in Nicaragua in einem sehr guten Zustand. Das einzige Hindernis sind die vielen Kuehe auf der Strasse....   Wir verbrachten die Nacht zwischen 50 Sattelzuegen an einer Esso Tankstelle / Raststaette kurz vor Leon. Einige der Fahrer suchten das Gespraech und alle fanden es super so lange mit der Familie zu verreisen. Einige der LKW hatten keine Schlafkabinen, so schliefen die Fahrer einfach in Haengematten, die sie unter ihre LKW hingen. Es war nicht der ruhigste Parkplatz den wir bisher hatten, aber einer der interessantesten.

 

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