San Blas, Panama


Tage 199 - 202
4. - 7. August 2010

Segeltoern von San Blas,Panama nach Cartagena, Kolumbien

Bis jetzt hatten wir einige Hoehepunkte auf unserer Reise. Dieser Segeltoern auf dem 107 Jahre alten deutschen Schiff "Stahlratte" war unglaublich und definitiv einer dieser Hoehepunkte.


Stahlratte

Ein Jeep holte uns am 4. August um 5 Uhr in Panama City ab. Wir fuhren fuer 3 Stunden von der Pazifikseite des Landes an die Atlantikseite. Wir hielten an einem Fluss, wo wir in ein kleines Boot umstiegen, das uns zum wartenden Schiff brachte. Insgesamt waren 25 Leute aus Deutschland. Oesterreich, Schweiz, Australien, England, USA, Italien, Spanien, Malaysia und Kolumbien an Bord.

Nachdem alle an Bord waren, segelten wir fuer 4 Stunden zu den schoensten Inseln, die ich kenne. Dort ankerten wir fuer 2 Tage und verbrachten die Zeit mit grillen am Strand, Schwimmen, Schnorcheln, essen, trinken und lustigen Spielen. Die Mannschaft zauberte klasse Essen in der kleinen Kombuese und hielt uns immer bei guter Laune. Jeder hatte eine gute Zeit - bis wir  am Freitag, den 6. August um 6 Uhr zur 24 stuendigen Fahrt nach Cartagena, Kolumbien starteten. Das Meer war ziemlich ruhig, trotzdem schwankte das Schiff zum Teil heftig und es wurde immer ruhiger auf dem Schiff. Viele der Passagiere waren entweder Seekrank oder hatten einen Kater vom Vorabend - oder beides. Nicole und Marissa fuehlten sich zuerst auch nicht so toll. Nach ein paar Tabletten ging es dann aber besser.

Die San Blas Inseln ist eine Gruppe von 365 Inseln an der Kueste von Panama. Der Kuna Yala Stamm ist eine autonome Zone, welche auch Teile des Festlandes beinhaltet.  

Am Samstag, den 7. August um 6 Uhr erreichten wir  Cartagena, Kolumbia. Wir mussten bis 14 Uhr auf dem Schiff bleiben, da der entsprechende Beamte der Einwanderungsbehoerde nicht schneller dazu zu bewegen war, ein paar Stempel in unsere Paesse zu druecken. Es war allerdings auch der erste Amtstag des neuen Praesidenten und alles ging noch langsamer als normal.
Nachdem wir das Schiff verlassen hatten, fuhren wir direkt in unser Hostel, wo wir die naechsten Tage verbringen werden, bis wir unser Fahrzeug aus dem Hafen ausloesen konnten.


Tage 194 - 198
30. Juli - 3. August 2010

Panama City - Colon - Panama City

Am 30. Juli fuhren wir von Panama Stadt nach Colon. Der Hauptgrund fuer die Fahrt ins unattraktive Colon ist die Verschiffung unseres Campers. Der Camper wird von hier nach Cartagena, Kolumbien verschifft
In Colon angekommen, fuhren wir direkt zur Agentur, die die Verschiffung fuer uns abwickelt. Dort holten wir unseren Ladeschein ab, mit dem wir dann zum Zoll gingen, der in der Naehe der Agentur ist. Dort erhielten wir einen Zollstempel sowie einen Stempel in meinem Pass, der besagt, dass das Fahrzeug wieder ausgefuehrt wurde. Auf dem Fahrt zum Hafen machten wir kurz in unserem Hotel halt. Nachdem wir unser Gepaeck ausgeladen und etwas gegessen hatten, machte ich mich auf zum Hafen um das Fahrzeug dort abzugeben. Das ganze dauerte ueber 3 Stunden und wir hoffen schwer, dass der Camper auch nach Cartagena verschifft wird und nicht nach Afrika. Ziemlich chaotisch das ganze. Mehr dazu unter "Verschiffung".

Nachdem das erledigt war, waren wir im Prinzip in unserem Hotel "gefangen". Colon ist eine sehr unattraktive und gefaehrliche Stadt. Es wird geraten nicht zu Fuss durch die Gegend zu laufen. Unser Hotel wurde von der Nationalpolizei bewacht und jeder Laden wird von bewaffneten Sicherheitsleuten bewacht.  Direkt neben dem Hotel beginnt die zweitgroesste Freihandelszone der Welt. Wir entschieden uns, die 300 Meter zu Fuss zu gehen. Weit kamen wir nicht. Eine Polizeistreife hielt an und wies uns darauf hin, dass es nicht sicher sei, hier zu laufen. Der Polizist winkte uns ein Taxi herbei und wuenschte uns einen weiterhin sicheren Aufenthalt.

Seit den spaeten sechziger Jahren befindet sich Colon in einem krassen wirtschaftlichen und sozialen Abwaertstrend. Aktuell bewegt sich die Arbeitslosenquote um die 40% und die Armutsrate ist sogar noch hoeher. Drogen und Armut tragen ihren Teil zu Verbrechen und Gewalt bei - ein Problem das bisher von keiner Panamenischen Regierung angegangen wurde.
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Momentan leben rund 200,000 Menschen in Colon und das obwohl immer mehr Menschen der Mittelschicht nach Panama Stadt abwandern.

Unser Fahrer Juan, brachte uns am Sonntag in die umliegenden Gebiete von Colon, die zum Teil sehr schoen sind.. Unser erster Stop waren die Gatun Schleusen des Panama Kanal.

Waehrend unseres Aufenthalts dort, wurde gerade ein Schiff der "Panamax" Klasse durchgeschleust. Panamax sind Schiffe, die anhand ihrer Abmessung gerade noch durch die Schleusen des Panamakanals passen, die jeweils 305 m lang, 33,5 m breit und 26 m tief sind. Die flachste Stelle des Kanals ist jedoch nur 12,56 m tief.

Ein Panamax-Schiff ist entsprechend typischerweise um die 294 m lang und 32,3 m breit bei einem Tiefgang von 12,04 m. Dies ist dann sehr eng bemessen und lässt kaum Spielraum für Fehler bei der Steuerung.

Das Schiff, das wir beobachteten hatte 5000 Container geladen und bezahlte $ 248,000.00 um den Kanal benutzen zu duerfen.

Von hieraus fuhren wir weiter nach Portobelo.

Portobelo ist eine kleine Touristenstadt mit etwa 5.000 Einwohnern 30km östlich des Anfangs des Panamakanals bei Colón an der Karibik-Küste Panamas. Während der spanischen Kolonialzeit war Portobelo ein wichtiger, von mächtigen Forts beschützer Hafen. Die Festungen wurden 1980 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen

Portobelo Ruins and bay.jpg?433

Die Bucht, an der die Stadt heute liegt, wurde bereits am 2. November 1502 von Christoph Kolumbus während seiner vierten Reise entdeckt und als puerto bello (katalanisch: porto belo, deutsch: schöner Hafen) beschrieben. Der Hafen wurde schon vor der offiziellen Gründung rege benutzt. Eine der beiden Linien der spanischen Silberflotte segelte ab 1561 jeden August von Spanien zu diesem Hafen, an dem die Camino Real de Castilla de Oro endete. Dies lockte immer wieder Piraten zu Angriffen auf den Hafen. 1596 starb der englische Freibeuter Francis Drake noch vor der offiziellen Gründung der Stadt an Fieber, während er versuchte den Hafen zu erobern und zu plündern.

Die Stadt wurde schließlich 1597 gegründet und zu Ehren von König Philipp II. (Spanien) San Felipe de Portobelo genannt. 1668 griff der Freibeuter Henry Morgan von der Landseite aus an und plünderte die Stadt.

Zwei weitere Eroberungsversuche unternahmen William Parker 1601 und Edward Vernon 1739.

Durch den Bau der Eisenbahn 1855 und später des Panamakanals über den Isthmus verlor die Stadt ihre wirtschaftliche Bedeutung und ist heute ein Touristenort.

Am 3. August fuhren wir mit einem Mietwagen zurueck nach Panama City, wo wir unsere letzte Nacht in Panama im Hostel "Panama by Luis" verbrachten. Wir standen auch schon vergangene Woche mit unserem Camper dort.


Tage 190 - 193
26. - 19. Juli  2010

Zurueck nach Panama City

Wir mussten nocheinmal zurueck nach Panama City um all den Papierkrieg fuer die Verschiffung unseres Fahrzeugs zu regeln. Die Fahrt von El Valle nach Panama Stadt war ziemlich einfach - wir wussten ja auch schon wo wir hin mussten. Die erste Nacht verbachten wir auf einem Parkplatz in der Naehe des Yachtclubs. Es war mal moeglich  auf dem Gelaende des Yachtclubs zu parken, aber nachdem ein Camper fuer das Feuer verantwortlich war, welches das Gebaeude des Clubs niederbrannte ist dies nicht mehr erlaubt.
Fuer die restlichen Naechte zogen wir auf den Parkplatz des Hostel "Panama by Luis".

In Kuerze muessen wir unseren Camper nach Kolumbien verschiffen. Daher war unser erster Weg zu der Agentur Transcanal / Barwil. Diese Agentur nahm die Buchung fuer unser Fahrzeug auf einem Schiff vor. Wir nahmen unser Bill of lading entgegen und zahlten fuer die Ueberfahrt.

Als naechstes mussten wir zur Polizei. Wenn man mit einem Fahrzeug nach Panama einreist, kann man das Land nicht wieder ohne das Fahrzeug verlassen. Da es aber kein Landweg von Panama nach Kolumbien gibt und unser Camper verschifft werden muss, verlaesst das Fahrzeug ohne uns und wir ohne das Fahrzeug das Land. Daher brauchten wir eine Erlaubnis, das Fahrzeug per Schiff nach Kolumbien verschiffen zu duerfen.  Erster Stop bei der Polizei war die sogenannte Technische Abteilung, die aber nichts anders tat als sich die Fahrgestellnummer zu notieren un einige Dokumente einzufordern. Von dort wurde unser Antrag an das "Generalsekretariat" weitergeleitet wo wir dann spaeter am Tag unsere Erlaubnis abholen konnten. Mehr dazu in der Sektio "SHIPPING" auf dieser Webseite.
Das Polizeihauptquartier ist in einer der uebelsten Gegenden von Panama City. Daher wollten wir so wenig Zeit wie moeglich dort verbringen. Leider war es nicht so einfach die richtigen Polizeistationen zu finden. Oben beschriebene Abteilungen sind in verschiedenen Gebaeuden untergebracht. Wie in Mittelamerika ueblich gibt es keine Ausschilderung.  Wir hielten zuerst an dem Gebaeude in dem das Generalsekretariat untergebracht war. Dort versuchte man uns zu beschreiben wo die "Technische Abteilung" untergebracht ist - auf der anderen Strassenseite. Die Strasse von der hier die Rede ist, ist eine 4 spurige Schnellstrasse und wir mussten einiges an Umweg in Kauf nehmen um "ueber die Strasse" zu kommen. Als wir an der beschriebenen Stellen ankamen, konnten wir nichts erkennen was auf eine Polizeistation hingewiesen haette. Also fuhren wir weiter bis wir zum Hauptqartier der Nationalpolizei kamen. Dort bestaetigte einer der Wachmaenner, dass wir richtig seien, zwei andere verweigerten uns den Zutritt, da wir hier nicht richtig seien. Diejenigen die mich kennen, koennen sich vorstellen, dass ich langsam "etwas" ungeduldig wurde.  Mit einem Laecheln und viel Geduld beschrieb man uns nun wieder den Weg zurueck zum Generalsekretariat.  Dort angekommen stieg Nicole aus dem Wagen und "befragte" mit viel Charme nochmals die wachhabenden Beamten. Mit einem Gesichtausdruck der sagte "man sind die Deutschen doof" erklaerte man ihr nochmal den Weg entschloss sich dann aber sicherzustellen, dass wir nicht nochmal auftauchen. Ein Beamter nahm Nicole an die Hand und begleitete sie ueber die Strasse zur Technischen Abteilung (dort wo wir vorhin vorbeifuhren und nicht anhielten, da nichts auf Polizei hinwies). Dann kam der Wachtmeister Sanchez wieder zurueck , stieg bei Marissa und mir ins Auto und dirigierte mich ebenfalls zur Technischen Abteilung. Muchas Gracias Guardia Sanchez.

Das ganze dauerte eine ganze Weile aber schliesslich bekamen wir doch alles geregelt.

Ein weiterer Punkt auf unsere "to do liste" war der Kauf eines Stromumwandlers. Die meisten Laender in Suedamerika  haben 220 V. Das System unseres Campers laeuft auf 110 V. Dank Sheila von XS RV Park in Santa Clara, wurden wir schnell fuendig.

Morgen fahren wir weiter nach Colon, wo wir unser Fahrzeug am Hafen abliefern werden. Danach bleiben wir einige Tage im Hotel bevor wir zu unserem Segeltoern nach Kolumbien aufbrechen.


Tage 186 - 189
22. - 25. Juli 2010

El Valle, Panama

Momentan sind wir in  El Valle, rund 35 km von Santa Clara entfernt. Wir hatten also keine all zu lange Anfahrt. 

Die Kleinstadt El Valle de Anton befindet sich im Osten der Provinz Coclé, 120 km von Panama City entfernt. Sie liegt inmitten eines erloschenen Stratovulkans, genannt "El Valle Volcano".
Der Vulkankessel entstand vor 1,1 - 1,3 Millionen Jahren und hat einen Durchmesser von 12 km. Heute bietet der Kesselgrund Platz für den 6200 Einwohner zaehlenden Ort El Valle de Antón.

Unter dem Grund des Tales liegen mit heißem Thermalwasser gefüllte Kammern des ehemaligen Kratersees. Das Tal ist von einem Kraterpanorama umgeben, das in aktiven Zeiten des Vulkans durch eine Ost-West Bewegung des Kessels entstand. Die Gipfel sind bekannt als "Cerro Gaital" (1185 m), "Cerro Pajita" (616 m) und "Cerro Caracoral".

Der letzte erwähnenswerte unterirdische Vulkanausbruch liegt 13.000 Jahre zurück. Er wurde durch das Zusammentreffen heißer Magma mit dem Wasser des Kratersees hervorgerufen. Minimale vulkanische Aktivitäten wurden zuletzt 1987 gemessen.

Aufgrund der Hoehe von rund 600 m ist das Klima hier wesentlich angenehmer als am Meer. El Valle ist bekannt dafuer, eines der letzten Rueckzuggebiete des vom Aussterben bedrohten Goldenen Frosches zu sein.  

Gestern wanderten wir zum Gipfel des Berges mit dem Namen "Schlafende Indianerin oder La India Dormida. Die Schlafende Indianerin, ist eine Bergformation im Westen El Valles, dessen Umriss dem einer liegenden Indianerin ähnelt. Sie ist das Wahrzeichen des Ortes und findet Ihren Ursprung in einer Legende die wie folgt lautet:

Flor del Aire (Luftblüte) hieß die indianische Prinzessin, Tochter des Urracá, dem tapfersten Häuptlings Panamás, im Kampf gegen die Konquistadoren.
Zu ihrem Unglück verliebte sich die Prinzessin in einen der weißhäutigen Krieger, die ihr Volk niederzwingen wollten.

Yaraví, einer der tapfersten jungen Krieger ihres Stammes, der ihr seine Liebe antrug, fühlte sich durch ihre Abweisung gedemütigt und mißachtet.
In seiner Hoffnungslosigkeit stürzte er sich vor den Augen der Prinzessin von dem Gipfel eines Berges in den Tod.
Sie wollte ihr Volk nicht verleugnen und sah den Spanier nie wieder.

Sie durchwanderte Berge und Täler und beweinte ihr Unglück. Über den vom Karibischen Meer benetzten Stränden ereilte sie der Tod. Liegend, fiel ihr letzter Blick in Richtung der geliebten Berge, wo sie einst geboren wurde. Die Berge berührte diese traurige Liebesgeschichte so sehr, dass sie die Silhouette der Prinzessin nachempfanden. So entstand die India Dormida.

Frei übersetzt nach Presbitero José Noto, De Historia de El Valle de Anton


The sleeping Indian

Auf unserem Weg zum Gipfel, von dem man einen sehr schoenen Rundumblick aufs Tal hat, kamen wir an den Felszeichnungen  "La Piedra Pintada" vorbei. Diese präkolumbischen Felszeichnungen konnten bis heute nicht sicher entschlüsselt werden. Für die meisten Einheimischen war sie eine Wanderkarte für Händler. Andere glauben diese Karte stellt ein Höhlensystem innerhalb der Gebirgszüge dar.

El Valle de Anton, Panama, Piedra Pintada

Wir parken hier am Hotel "Las Capitanes" welches Manfred, einem Seekapitaen a.D. gehoert. Er ist einer der interessantesten Menschen, die wir jemals getroffen haben. Es ist faszinierend, einfach nur seinen spannenden Geschichten - kein Seemansgarn - von seinen Arbeitsplaetzen rund um die Welt zuzuhoeren. 

An unserem letzten Tag in El Valle entspannten wir in den oertlichen heissen Quellen. Diese schöne Thermalanlage, direkt unter dem Dach des Dschungels, besitzt mehrere Pools mit 38° heißen mineralischem Wasser. Das Thermalwasser entspringt einer Tiefe von 1200m. Mineralschlamm für eine Gesichtspackung vor dem Bad gehört zum Angebot.


Tage  182 - 185
18. - 21. Juli 2010

Santa Clara, Panama

Zurueck in Santa Clara im XS RV Park. Wir ich schon frueher geschrieben habe, haben wir noch etwas Zeit bevor wir unser Fahrzeug verschiffen. Die Verschiffung ist am 1. August. Wir werden dann am 4. August per Segelschiff von Panama nach Kolumbien segeln. Unser Fahrzeug wird per RORO verschifft, da es zu gross fuer einen Container ist.
 

Die vergangenen Tage machten wir nicht wirklich viel. Wir gingen an den Strand, schrieben updates fuer die Website und hingen am Pool ab. Achja, wir fuhren 100 km !!! um unseren Gastank aufzufuellen. Jaja, die Infrastruktur ist nicht die beste hier. Morgen fahren wir weiter nach El Valle.


Tage 178 - 181
14. - 17. Juli 2010
Panama Stadt


Wir verliesen Santa Clara nach 4 Tagen und fuhren 110 km nach Panama Stadt. Nach 20 km fuhren wir in eine Radarfalle und diesmal war ich wirklich zu schnell unterwegs - 82 km/h anstelle der erlaubten 60. Wir wurden heraus gewunken und hielten am Strassenrand. Der nette Polizist erklaerte uns, dass er uns eigentlich einen Strafzettel geben muesste und dass wir Panama nicht verlassen duerften bis die $ 100 Strafe bezahlt sei. Wir waren natuerlich nicht happy ueber diese Nachricht aber laechelten weiter nett zurueck. Diesmal wendeten wir die Taktik "Wir sprechen und verstehn kein Spanisch" an.  Nach ein paar Minuten meinte der Polizist, dass wir weiterfahren koennten wenn wir ihm ein Soda anbieten koennten. Wir hatten eine Flasche Ginger Ale im Auto, die wir ihm reichten. Er haette viel lieber eine Cola bekommen aber akzeptierte das Ginger Ale und lies uns fahren.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir endlich die Bruecke der Amerikas. Wir haben es geschafft - 20000 km durch Nord- und Mittelamerika ohne groessere Probleme.Die Bruecke der Amerikas fuehrt ueber den Panama Kanal und nachdem wir sie ueberquert hatten waren wir geographisch gesehen in Suedamerika. Aber um weiter suedlich als Panama zu kommen, muss unser Fahrzeug verschifft werden. Es ist nicht moeglich von Panama nach Kolumbien zu fahren - auf jeden Fall nicht mit unserem 4,5 Tonnen Fahrzeug. Ausserdem  ist der Darien Gap ein wenig zu gefaehrlich, da es keine Strassen durch den Dschungel gibt und das Gebiet voller Moskitos, Drogenschmuglern und bewaffneten Gruppierungen aus Kolumbien ist. Mehr zum Thema Verschiffung spaeter.


Bruecke der Amerikas

Wir entschieden uns, unsere Zeit in Panama im Hotel Sheraton Panama zu verbringen. Es war ziemlich lustig als wir mit unserem Camper am Hoteleingang vorfuhren und die Schluessel zum Parken abgaben. Man ist eher an Autos wie BMW, Audi und Mercedes gewoehnt. Aber ein Camper?? Jeder lachte und fand die Idee im eigenen Camper zu reisen klasse.

An unserem ersten Tag in der Stadt regnete es und wir nahmen dies zum Anlass die vielen Shopping Malls zu besuchen. Diese Malls koennen es mit jeder Mall in den USA aufnehmen und man findet fast alles was man eventuell von zu Hause vermissen koennte. Wir brauchten dringend neue T-Shirts und Schuhe und deckten uns erstmal ein. Die Preise hier sind sehr gut und daher rissen die Einkaeufe kein zu grosses Loch ins Budget.

Nachdem der Regen endlich aufhoerte konnten wir mit unserem Besichtigungsprogramm beginnen. Erster Stop war  Casco Viejo, die Altstadt von Panama. Gebaut und besiedelt im Jahre 1671 nach der Zerstoerung  von  Panama Viejo durch den Piraten Henry Morgan. Casco Viejo wurde 2003 zum Weltkulturerbe erklaert.

Der Stadtteil wird momentan mit grossem Aufwand restauriert und wiederbelebt und bietet eine Vielzahl von Architekturstilen was wiederum die kulturelle Vielseitigkeit des Landes wiederspiegelt: Karibisch, Art Deco, Franzoesisch und Kolonial vermischen sich in dem Gebiet mit rund 800 Gebaeuden. Die Mehrzahl der Monumente von Panama Stadt sind in Casco Viejo:  Der Salón Bolivar, die  Metropolitan Kathedrale (Catedral Metropolitana), das Nationaltheater was 1908 gegruendet wurde,  das Las Bovedas Monument, La Iglesia de La Merced, La Iglesia San Felipe Neri, etc. Der beruehmte Goldene Altar in Iglesia San José war eines der wenigen Dinge, die vor den Piratenangriffes von 1671 auf  Panama Viejo gerettet werden konnte. Man sagt dass er von Nonnen mit schwarzer Farbe angemalt und im Schlamm vergraben wurde. 

Zwischen unseren Besichtigungen besuchten wir das Bueo der Barwil Agencies. Das ist das Unternehmen mit dem wir unseren Camper verschiffen werden. Als wir zu der Adresse kamen, die wir von der Firma hatten, stellte sich heraus, dass das Unternehmen erst vor kurzen vor die Tore der Stadt gezogen war. Also zurueck ins Taxi und auf die andere Seite des Kanals gefahren. Evelyn Batista, war sehr hilfsbereit und wir einigten uns auf den 1. August als Verschiffungsdatum. Mehr zur Verschiffung spaeter. 

Zurueck zum Sightseeing. Wir fuhren zu den Miraflores Schleusen des Panama Kanals.


Miraflores Schleusen, Panama Kanal

Der Panamakanal ist eine künstliche, 81,6 Kilometer lange Wasserstraße, welche die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet. Die erste Durchfahrt erfolgte am 15. August 1914. Der Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt,

Der Kanal ist 81,6 km lang. Er verläuft zwischen den Städten Colón an der Atlantik- und Panama-Stadt an der Pazifikküste und führt durch den aufgestauten Gatunsee. Für die Benutzung muss ein Lotse an Bord genommen werden.

Vor dem Bau des Kanals führte die kürzeste nutzbare Seeverbindung von der Ostküste zur Westküste Nordamerikas durch die Magellanstraße. Durch den Kanal wurde die Seestrecke New York–San Francisco von 30.000 km auf zirka 10.000 km verkürzt. Die Durchfahrtszeit beträgt regulär acht bis zehn Stunden, wegen des starken Verkehrs heute durchschnittlich zwölf Stunden.

In Panama arbeiten rund 8000 Menschen in Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung des Kanals. Seit der Eröffnung haben fast 1 Million Schiffe den Kanal durchfahren. Vor allem für die Seefracht von und nach China, Japan und den USA ist der Kanal von großer strategischer Bedeutung. Der Preis der Passage wird nach Art und Größe des Schiffes berechnet und beträgt durchschnittlich 90.000 US-Dollar. Schiffe der sogenannten Panamax-Klasse zahlen rund 150.000 US-Dollar pro Passage. Die Bezahlung der Passagegebühren erfolgt normalerweise im Voraus durch die Reederei an eine lokale panamaische Bank. Die Kanalgesellschaft erzielte 2005 einen Jahresumsatz von 1,36 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2005 wurde der Kanal von circa 14.000 Schiffen genutzt. Die transportierte Warenmenge entspricht 6 % des Welthandels, aber 68 % aller Waren, die in US-Häfen be- oder entladen werden; für China 23 % und für Japan 16 %. Entscheidend ist der Kanal sowohl für den Transport von der Ost- zur Westküste der USA als auch für die Importe aus Asien, soweit sie zur Ostküste der USA transportiert werden.

Der Wasserspiegel des Pazifiks ist im Bereich des Kanals nur 24 cm höher als der des Atlantiks. Dazwischen werden die passierenden Schiffe durch Schleusenanlagen aber um insgesamt 26 m auf das Niveau des Gatun-See angehoben, um die kontinentale Wasserscheide zu überwinden. Der Gatun-See ist ein Stausee, zum Ausgleich der Wassermenge in der Trockenzeit errichtete man 1935 den Alajuelasee. Der Grund für das Anheben der Schiffe besteht darin, dass der ursprünglich geplante flache Verlauf von Küste zu Küste aufgrund des harten Bodengesteins nicht möglich war. Die Schiffe mussten über dieses Gestein geführt werden. Mit drei Schleusenanlagen wird daher der Höhenunterschied überwunden (bei einer Passage vom Atlantik zum Pazifik):

  • Gatun-Schleusen
  • Pedro-Miguel-Schleusen
  • Miraflores-Schleusen

Die 12 Schleusenkammern haben folgende Abmessungen:

  • Länge: 305 m
  • Breite: 33,5 m
  • Tiefe: 26,3 m

und fassen je 101.000 m³ Wasser. Die Füllzeit pro Kammer beträgt 8 Minuten.

Die 46 Schleusentore sind 25 m hoch und wiegen jeweils über 630 Tonnen. Jede Schleusung verbraucht etwa 197 Millionen Liter Süßwasser.

Eine zügige und sichere Durchfahrt durch die Schleusenanlagen gewährleisten die beidseitig angebrachten Zahnradbahnen (Treidelloks). Je nach Größe des Schiffes schleppen vier bis acht Zahnradlokomotiven („Mulis“, nach den Lasttieren benannt) die Schiffe durch die Schleusen beziehungsweise stabilisieren sie gegen die Strömungen in der Schleusenkammer beim Wasserein- und -auslass.

Der Kanal ist nur für Schiffe mit folgenden höchsten Abmessungen passierbar:

  • Länge: 294,13 m (965 Fuß)
  • Breite: 32,31 m (106 Fuß)
  • Tiefgang: 12,04 m (39,5 Fuß) (in Süßwasser unter tropischen Bedingungen)

Eine eigene Schiffsklasse ist an die höchsten zulässigen Abmessungen des Kanals genau angepasst; diese Schiffsklasse wird Panamax genannt. Schiffe, die diese Maße überschreiten, werden auch Post-Panamax-Schiffe genannt. Bedingt durch seine begrenzte Nutzbarkeit wurde beschlossen, den Kanal auszubauen. Die Bauarbeiten hierzu begannen am 4. September 2007 .

Nachdem Frankreich an dem Bau des Kanals scheiterten uebernahmen die USA die Bauarbeiten und eroeffneten den Kanal 1914.

Wir besuchten ausserdem das Weltkulturerbe Panama Viejo.

Cathedral of Nuestra Señora de la Asunción

Panamá la Vieja (auch Panamá Viejo genannt) ist die Ruinenstadt der ältesten spanischen Stadtgründung an der Pazifikküste östlich der heutigen Stadt Panama-Stadt. Die Siedlung wurde wenige Jahre nach der Entdeckung des Pazifik durch Vasco Núñez de Balboa gegründet. Sie entwickelte sich zur wichtigsten Hafenstadt, die eine Basis der spanischen Eroberung des Inka-Reiches bildete. Von Panama aus ging über den Isthmus von Panama eine Landverbindung nach Portobelo bzw. Nombre de Dios an der Karibikküste. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt mehrmals durch Piraten und Eingebohrene aus Darien angegriffen. Am 2. Mai 1620 zerstoerte ein Erdbeben einen grossen Teil der Stadt. Am 21. Februar 1644 zerstoerte das "Grosse Feuer" 83 religioese Gebaeude inkl. der Kathedrale. Zu dieser Zeit lebten rund 8000 Menschen in der Stadt. Am 28. Januar 1671 wurde die Stadt durch den Piraten Henry Morgan zerstört und danach in das heutige Stadtgebiet mit ihrem Kern Casco viejo verlegt. Henry Morgan marschierte mit 1400 Maennern von der Karibik kommend durch den Dschungel.

Panama City war sehr nett. Es fuehlt sich an wie eine Amerikanische Stadt - wie Miami. Es wird heftig gebaut. Ein Zeichen dafuer, dass in Panama nach wie vor jede Menge Geld gewaschen wird.  An unserem letzten Abend in der Stadt gingen wir zum Abendessen in das deutsche Lokal "Steinbock" . Morgen fahren wir zurueck nach Santa Clara, da wir noch etwas Zeit totschlagen muessen bis unser Camper nach Kolumbien verschifft wird. 

Tage 174 -  177
10. - 13. Juli 2010

Santa Clara, Panama

Wir verbrachten die letzten 4 Tage im XS Trailerpark in Santa Clara, Panama.  Das ist der einzige Campingplatz in Panama und wir genossen die Annehmlichkeiten wie Pool und Restaurant.
Unser Stromsystem und die Klimaanlage machen uns etwas Sorgen. Darum kroch ich viel auf dem heissen Dach ( das ist wo die Klimaanlage sitzt)  und im engen Camper herum (wo das Stromsystem ist). Es stellte sich heraus dass der Stromumwandler seinen Geist aufgegeben hat. Leider ist das Problem nicht so einfach zu beheben. Das Problem mit der Klimaanlage war einfacher behoben. Unser Solarpanel war auf dem Gehaeuse der Anlage montiert und das Gewicht drueckte auf den Ventilator. Nach diesen Tagen voller Arbeit, Schweiss und Stress zogen wir weiter nach Panama Stadt.

Tage 172 & 173
8. & 9. Juli 2010

Grenzuebergang von Costa Rica nach Panama & Boquete, Panama

Today we crossed the border to Panama. It took us only 30 minutes to drive to the border from Golfito. We arrived close to lunch time and hired a guide this time. It was a good investment as he was able to get us through the border really fast. He knew the right people and we were always the first in line - even if 20 other passports and import permits were waiting to be processed. Usually I don't like to jump the line but we just did not want to spend more time than necessary at the border. It was hot and dusty. More about the border crossing in the Tips Section of this website.

Once we were through the border we drove on to Boquete. Boquete is a small town tucked into the green mountain highlands of Panama, in western-most Chiriquí Province, about 60 km. from the border with Costa Rica. Because of its altitude, some 1,200 metres above sea level, its climate is refreshingly cooler than that of the lowlands.Some of the landmarks include nearby Volcán Barú, a dormant volcano and, at 3,475 meters, the tallest point of land in Panama.

We stayed in the backyard of the "Pension Azul" of the Schoebl family. The next day we went for a hike in the Baru National Park. The Volcán Baru is the tallest mountain in Panama and is 3,474 metres (11,398 ft) high. The Baru National Park offers a beautiful landscape and we hiked for a couple of hours before we returned to the bakery around our campground to get some sweets and great bread. We enjoyed the climate up here. Boquete is at 3000 feet and that makes it very comfortable - especially at night.




 
 

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Last Website Update: July 29th 2010
Letztes Update: 29. Juli 2010

 

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